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04.06.2010

Unerwartetes Plus im Goltofter Haushalt

Überschuss von 15000 Euro im vergangenen Jahr / Gemeinderat hofft auf Reaktivierung der „Doppeleiche“ als Versammlungsort
Goltoft

 

Zum ersten Mal nach Schließung des Gasthofs „Zur Doppeleiche“ fand die Sitzung der Gemeindevertretung Goltoft außerhalb des Ortes im Gemeindehaus von Brodersby statt. Die Beratung über künftige Versammlungsmöglichkeiten in der Gemeinde stand auch auf der Tagesordnung. Doch die von allen erwartete Diskussion kam nicht richtig in Bewegung, da Gemeindevertreter Sönke Marxen mit neuen Informationen aufwartete. In einem Gespräch mit dem neuen Besitzer der Gaststätte hatte dieser – ohne Realisierungsgarantie – seine Absicht erklärt, mittelfristig die Gaststätte umzubauen und auch wieder als solche zu betreiben. Die Mandatsträger stimmten darin überein, dass es sinnlos wäre, für eine Übergangszeit von zwei oder drei Jahren teure An- oder Umbauprojekte anzuschieben, falls danach die Gastwirtschaft wieder als Versammlungsraum zur Verfügung stünde. Die Gemeindevertretung will dieses Thema nun offiziell mit dem neuen Besitzer abstimmen und sich falls gewünscht in die Planungen – auch im Hinblick auf Fördermöglichkeiten – aktiv einbringen. Bis dahin sollen alle Alternativen nicht weiterverfolgt werden.
Diskussion gab es zum Thema „Neue Amtsordnung“. Doch das Ergebnis war einmütig. Bürgermeister Hans-Joachim Thomsen bekannte sich dazu, am Montag beim Gemeindetag in Kropp gegen eine Direktwahl der Amtsausschüsse gestimmt zu haben. Und die stellvertretende Bürgermeisterin Rita Jacobi fasste dies in ihrer Bemerkung „Die Direktwahl wäre der Tod des Ehrenamtes!“ zusammen. Die Verwaltung würde dadurch immer größer und durch die Minderung der Entscheidungen vor Ort wäre der Verlust an Demokratie erheblich.
Finanziell erlebt die Gemeinde ein Wechselbad. Die Jahresrechnung 2009 ergab positive Überraschungen. Der 244 820 Euro umfassenden Verwaltungshaushalt konnte fast 15 000 Euro an den mit 40 280 Euro abschließenden Vermögenshaushalt überführen – statt, wie ursprünglich vorgesehen, einer Entnahme von 4600 Euro. Trotz der auf das etwa Dreifache gestiegenen Winterdienstkosten bleibt ein Sollüberschuss von fast 20 000 Euro, der der Rücklage zugeführt wurde. Diese hatte dadurch zum Jahreswechsel einen Stand von fast 145 000 Euro.Sogar im Defizit dieses Jahres zeigen sich positive Tendenzen. Denn die in der November-Schätzung festgestellte Mindereinnahme von fast 11 000 Euro bei der Einkommensteuer hat sich inzwischen auf 8500 Euro reduziert. Doch Bürgermeister Thomsen machte klar, dass selbst diese korrigierten Werte eine Entnahme aus der Rücklage zum Ausgleich des diesjährigen Haushalts notwendig machen würden.
Autor: ql, 04.06.2010 
Quelle: www.shz.de