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27.01.2010

Wunschkandidat bekam Konkurrenz

Drei Bewerber um das Amt des Kassenwarts / Absage an Wehrfusion
Goltoft

 

Überrascht wurde die Führung der Freiwilligen Feuerwehr Goltoft bei der Jahreshauptversammlung mit einer Situation, die heute nur noch selten eintritt. In einer Zeit, in der sich viele eher um ein Ehrenamt drücken, bewarben sich gleich drei Mitglieder um die Position als Kassenwart.
Johannes Koch, der in gleicher Sitzung das Brandschutzehrenzeichen in Gold für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst erhielt, wollte nach 15 Jahren Kassenwart-Tätigkeit nicht noch einmal kandidieren. Der Vorstand hatte als eigenen Kandidaten Schriftführer Sönke Marxsen vorgeschlagen, der dieses Amt in Personalunion ausüben sollte, um die Führungsriege der nur 23 Aktive umfassenden Wehr möglichst klein zu halten. Doch beim entsprechenden Tagesordnungspunkt wurden zwei Gegenkandidaten aufgestellt, die Marxsen, der später noch zum Hauptfeuerwehrmann mit drei Sternen befördert wurde, sogar die absolute Mehrheit nahmen. Sein Dank für das erteilte Vertrauen fiel deshalb etwas gequält aus.
Wehrführer Karl Gelewsky konnte auf ein ruhiges Jahr ohne Brandeinsätze mit mehreren Hilfeleistungen zurückblicken. Außerdem nahm er mit Finn Erichsen und André Schröder zwei neue Mitglieder auf, die die Personalstärke der Wehr nach mehreren Austritten konstant hielten. Durch diesen Wechsel ist außerdem das Durchschnittsalter der Wehr auf 41,4 Jahre gesunken.
Das vom Wehrführer angeschobene Thema der Gerätehaus-Erweiterung wurde von Bürgermeister Hans-Joachim Thomsen aufgenommen, der dieses Projekt in der Gemeindevertretung im Zusammenhang mit Versammlungsräumen der Gemeinde behandeln will. Er trat außerdem Gerüchten über eine Fusion mit der Freiwilligen Feuerwehr Brodersby entgegen. „Kooperation ist angesagt – aber die Eigenständigkeit bleibt“, sagte er.Auch Amtswehrführer Klaus Uck wollte von einem Zusammenschluss nichts wissen. Er wies auf Personallücken hin. „Uns fehlen im Amt Südangeln 79 Atemschutzgeräteträger“, nannte er Zahlen. Deshalb solle jeder Feuerwehrfähige – ob Mann oder Frau – auf eine Mitgliedschaft angesprochen und Mitglieder zum Artenschutztraining animiert werden. Jugendliche könnten mit 16 Jahren in die Wehr aufgenommen werden und bis zur Einsatzfähigkeit mit 18 die entsprechenden Lehrgänge durchlaufen. Volker Marek erhielt für 25 Jahre Feuerwehraktivität das Brandschutzehrenzeichen in Silber. Ernst August Marxsen darf ab sofort die Bandschnalle für 40 Jahre tragen. Johanna Kania wurde zur Hauptfeuerwehrfrau und Michael Sommer zum Hauptfeuerwehrmann befördert.
Autor: ql, 27.01.2010 
Quelle: www.shz.de