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21.12.2009

Twedt erhöht die Gewerbesteuer kräftig

Twedt

 

Photovoltaik-Freiflächenanlage und Baugebiet „Margarethenweg“ sind wichtigste Themen im neuen Jahr


Vor allem die stark gesunkenen Einnahmen bei der Einkommenssteuer und der Gewerbesteuer machten die Verabschiedung eines zweiten Nachtragshaushaltes für die Gemeinde Twedt für dieses Jahr erforderlich. Die Einnahmen und Ausgaben des Vermögenshaushaltes wurden jeweils um 27 300 Euro erhöht. Grund dafür ist unter anderem die Sanierung des Bürgerhausdaches mit Installation einer Photovoltaikanlage. Die Finanzierung soll durch die Aufnahme eines Kredites sichergestellt werden.

Der Etat 2010 umfasst im Verwaltungshaushalt bei den Einnahmen und Ausgaben 526 300 Euro und im Vermögenshaushalt jeweils 139 600 Euro. Ein ausgeglichener Haushalt ist nur durch eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage in Höhe von 83 000 Euro zu erreichen, machte Finanzausschussvorsitzender Karsten Reese anhand des vorliegenden Entwurfes deutlich. Der Rücklagenbestand verringert sich dadurch auf 218 000 Euro. Zudem beschloss die Gemeindevertretung die Erhöhung des Gewerbesteuerhebesatzes zum Jahresbeginn von 320 auf 380 Prozent, um die Einnahmeausfälle bei der Gewerbesteuer, die zum größten Teil durch die Unternehmenssteuerreform 2008 verursacht wurden, zumindest abzumildern. Die Unternehmen werden finanziell also nicht zusätzlich belastet, hieß es dazu in der Sitzung der Gemeindevertretung.

Für den Winterdienst, der wie in den vergangenen Jahren von Hans-Peter Thomsen aus Grumby übernommen wird, wurde die Anschaffung eines neuen Schneepfluges beschlossen. Aufgrund von
Verschleißerscheinungen und bevorstehenden Reparatur- und Wartungsarbeiten in einem nicht unerheblichen finanziellen Umfang entschied man sich für einen neuen moderneren Schneepflug.
Das Planungsbüro „Pro Regione“ aus Flensburg erhielt den Auftrag, ein Standortkonzept für Freiflächen-Photovoltaikanlagen im Gemeindegebiet zu erarbeiten. Durch Vorgaben der Gesetzgebung ist für die Ausweisung von Photovoltaikanlagen auf freier Fläche zwingend eine Bauleitplanung erforderlich. Das Standortkonzept bildet die fachliche Basis für die weitere Bauleitplanung, erläuterte Bürgermeister Heinrich-Wilhelm Horstmann.

Mit der Planung des Baugebietes „Margarethenweg“ im Twedter Ortskern wurde die „Ingenieurgesellschaft Nord“ aus Schleswig beauftragt. Ziel der Gemeinde ist die Ausweisung von vier bis fünf Baugrundstücken auf einer Fläche von rund 0,7 Hektar. Bis voraussichtlich zum Jahr 2025 ist es für die Gemeinde Twedt aufgrund landesplanerischer Vorgaben die letzte Möglichkeit, ein derartiges Neubaugebiet umzusetzen.
Autor: alx, 21.12.2009 
Quelle: www.shz.de