Hilfsnavigation

Startseite | Kontakt | Öffnungszeiten | Impressum | Datenschutz | Sitemap



04.12.2019

Böklund plant neues Feuerwehrhaus

Böklund
Das Gebäude soll gegenüber der Kirche entstehen / Sanierung der Stolker Straße geplant

Die jüngste Sitzung der Gemeindevertretung Böklund stand im Zeichen künftiger baulicher Entwicklung, für die schrittweise viel Geld eingesetzt wird. Dazu gehört das Projekt, auf der „Tammling-Koppel“ nördlich der Schulstraße gegenüber der Kirche ein neues Feuerwehrgerätehaus zu bauen, das modernen Ansprüchen und aktuellen Vorschriften genügt. Auch soll es einen Stellplatz für ein eventuell drittes Fahrzeug erhalten.

Außerdem ist in baulicher Anbindung an eine Versammlungsstätte für die Öffentlichkeit gedacht, weil die Gemeinde schon lange darunter leidet, keine Gastwirtschaft mit Saalbetrieb mehr zu haben. Als ein Ergebnis der Zukunftswerkstatt sind im kommenden Haushalt zunächst 10.000 Euro eingeplant. Dafür können sich Architekten in einem zweimonatigen Wettbewerb zu diesem Thema austoben. Die Zeitschiene ist eng gefasst: Ein Schallgutachten ist schon in Auftrag gegeben, das Höhenaufmaß erfolgt demnächst, und auf die Fertigstellung des Baus hofft die Gemeinde schnellstmöglich.

Ursprünglich hätte auf dieser Fläche Wohnbebauung entstehen sollen. Ein solches Neubaugebiet wurde aber wegen der Emissionen der nahen Fleischwarenfabrik nicht genehmigt. Nun ist dafür an der Flensburger Straße beim Rüholz eine Fläche ausgewiesen. Dafür liege das Schallgutachten vor, die Höhenvermessung sei fertig, und der Bauausschuss könne in die Gesamtplanung einsteigen, drückte Bürgermeister Jürgen Steffensen aufs Tempo.

Eine vergleichsweise geringe Bebauung wird nachträglich in zweiter Reihe am Nordende der „Siedlung Alter Krug“ möglich. Dazu wurde einstimmig ein Bebauungsplan aufgestellt und die Übernahme der Kosten in einem städtebaulichen Vertrag geregelt.

Damit sich das Gewerbegebiet „Pöttacker“ südöstlich vom Ortskern um 2,3 Hektar ausdehnen kann, beschloss die Gemeindevertretung die Aufstellung eines geänderten Flächennutzungsplans sowie die Erweiterung des entsprechenden Bebauungsplans.

Am schnellsten von allen Maßnahmen kann die Sanierung der Stolker Straße erfolgen. In einem Los werden Arbeiten ausgeschrieben für ein großzügiger dimensioniertes Entwässerungssystem, für das Umsetzen der Beleuchtung, die Verbreiterung des Rad- und Gehweges sowie die Entnahme und Deponierung von Altlasten aus dem Untergrund. Für die Erneuerung sind 2,7 Millionen Euro veranschlagt. Das Geld ist im Haushalt 2020 eingeplant, den Finanzausschuss-Vorsitzender Michael Marquardt erläuterte: Wegen Aufwendungen in Höhe von 4.590.100 Euro schließt er mit einem geplanten Fehlbetrag von 11.400 Euro ab. Obwohl die liquiden Mittel um 451.000 Euro sinken, ist der Bestand mit über 3,6 Millionen Euro weiterhin erfreulich. „Dieser solide Haushalt bringt unsere Gemeinde nach vorn“, fasste er zusammen.

Als erfreulich erwiesen sich auch die für dies Jahr prognostizierten Einnahmen aus der Spielgerätesteuer, nämlich etwa 15.000 Euro. Die Vertretung beschloss, dieses Geld zweckgebunden für allgemeine und vereinsbezogene Jugendarbeit einzusetzen. So sollen vom Bauhof ein Achtsitzer gekauft und Mittel für Suchtprävention bereitgestellt werden.

Die Gemeindevertreter wählten Dagmar Mattsen einstimmig als bürgerliches Mitglied in den Jugend- und Kulturausschuss.

Autor: Hans-Werner Staritz 
Quelle: www.shz.de