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08.12.2018

Steuererhöhung in Schaalby

Schaalby

Die Hebesätze der Grundsteuern steigen auf 380 beziehungsweise 425 Prozent

In der Einwohnerfragestunde der Schaalbyer Gemeinderatssitzung zeigte sich wieder einmal das große Interesse am Fortgang des Breitbandausbaus. Bürgermeister Karsten Stühmer kündigte einen „Red-Button-Day“ an. Noch vor Weihnachten sollen die ersten Hausanschlüsse freigeschaltet werden. „Was wir vor gut drei Jahren begonnen haben, wird nun wahr. Alles in allem eine richtige Erfolgsgeschichte“, sagte Stühmer. Die Anschlussquoten für das schnelle Internet liegen bei weit über 60 Prozent. Die Tiefbauarbeiten sind weitestgehend abgeschlossen. Einzig die Mitverlegung der Stromkabel verursache massive Stromstörungen, für die sich Stühmer bei den Bürgern entschuldigte. Hier könne die Gemeindevertretung nur vermittelnd helfen und dies leider meist erfolglos.

Die Grundsteuer muss 2019 auf das Mindestmaß des Landes angehoben werden. Hintergrund ist, dass ohne dieses Maßnahmen keine Hilfen vom Kreis oder Land zu bekommen seien. Daher beschlossen die Gemeindevertreter die Erhöhung der Grundsteuer A von 370 auf 380 Prozent und der Grundsteuer B von 390 auf 425 Prozent. Der Hebesatz der Gewerbesteuer bleibt unverändert bei 380 Prozent. Die Anhebung der Hebesätze auf die empfohlenen Mindestsätze bedeutet zudem höhere Einnahmen in Höhe von zirka 20 000 Euro im Jahr. „Die Abfallgebühren werden aber gleich bleiben, so steht es in der Beschlussvorlage des Kreises“, sagte Stühmer.

Die Pflege gemeindeeigener Flächen möchte die Vorsitzende des Umweltausschusses, Anette Jäger, ökologischer bewerkstelligen. Eine schonendere Knickpflege, halbseitiges Mähen und eine Kürzung der Baumkronen wären ein Anfang. Außerdem wird derzeit die Möglichkeit eines Ankaufs von Oster- und Westermoor geklärt.

Schaalby ist Teil des Weltkulturerbes. Auf dem Gebiet der Gemeinde liegt ein 100 Meter langes Schlei-Sperrwerk. Die Gemeindevertretung beschloss daher, Mitglied im Verein Dannewerk/Haithabu zu werden, auch um gemeinsam mit allen Akteuren das Weltkulturerbe voranzubringen. Man sei nicht nur Nutznießer, sondern auch stimmberechtigt.

Im Bereich Naturschutz spiele die Gemeinde Schaalby eine große Rolle. In den vergangenen fünf Jahren seien gut eine Million Euro Renaturierungsmittel in die Gemeindekassen geflossen, um Flächen an den Auniederungen zu kaufen. Die Landwirte können diese zu moderaten Preisen pachten. „ Landwirtschaft, Gemeinde und Naturschutz arbeiten miteinander – das ist das Erfolgsmodell“, sagte Stühmer.

Weiteres in Kürze:

Es wurde ein neuer Gemeindevertreter gewählt. Ulrike Beck verlässt Schaalby, und Christian Petersen übernimmt den Platz.

Camilla Grätsch vom Planungsbüro „GR Zwo“ informierte über das Thema Ortskernentwicklung.

Karsten Stühmer bedanke sich bei den scheidenden Gemeinderatsmitgliedern Brigitte Stegemann, Claus-Georg Planke und Thorsten Mees. Auch Gerald Kämmerer, Claus Hansen und Ulrike Beck wurden mit Dank bedacht.

Autor: Heidi Schultz 
Quelle: www.shz.de