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27.04.2012

Keine Heimat für große Feste

Im „Bosna“ ging vor mehreren Monaten das Licht aus / Nun sucht Böklund nach einem neuen Festsaal
Böklund

 

Die Gaststätte „Bosna“ (früher „Böklunder Hof“) in Böklund ist seit Monaten geschlossen. Der Pächter sah sich außer Stande, aus dem Betrieb ein auskömmliches Einkommen für sich und seine Familie zu erwirtschaften und wanderte nach Süddeutschland ab. Laut Böklunds Bürgermeister Johannes Petersen haben die Besitzer noch keine Aussage über die Zukunft der Immobilie gemacht. Doch da Gemeindevertreter beobachtet haben, dass bereits der Tresen ausgebaut wurde, vermutet man, dass die Gaststätte, die auch den letzten großen Saal des Ortes hatte, nicht wieder eröffnet wird.
Übereinstimmende Meinung der Mandatsträger war in der jüngsten Gemeindevertretersitzung, dass Böklund als zentraler Ort einen Gesellschaftsraum brauche, in dem größere Feste wie Konfirmationen oder goldene Hochzeiten gefeiert werden können. Die Notwendigkeit sah man besonders, da auch in den umgebenden Ortschaften durch Kündigung des Pachtvertrages, Insolvenz, Altersfragen und Verkaufsabsicht bald kaum noch Möglichkeiten bestehen würden.
Als erster Lösungsvorschlag wurden Vereinsheime von Sportlern und Schützen genannt. Doch Bürgermeister Petersen sah hier keine Einflussmöglichkeit, da diese Initiative von den Vereinen ausgehen müsse.Länger diskutiert wurde eine kommunale Lösung, die entweder durch Neubau oder Umbau einer Immobilie entstehen könnte. Petersen warnte, dass ein derartiges Vorgehen nicht kostenneutral für die Gemeinde sein könne, da man allenfalls eine symbolische Pacht berechnen könne und vermutlich sogar Beihilfen zum Unterhalt geben müsse. „Wie viel ist uns ein Gesellschaftsraum wert?“, fragte er. Zunächst sollen jetzt über das Amt Südangeln Rahmenbedingungen abgeklopft werden. Danach wird das Thema noch einmal auf der Tagesordnung stehen. Weiteres in Kürze: Die Gemeindevertretung vergab für 32 120 Euro den Auftrag für die Sanierung einer Regenwasserleitung in der Knickstraße. Die Jahresrechnung 2011 wurde genehmigt. Sie schließt ausgeglichen im Verwaltungshaushalt mit 3,05 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt mit 1,4 Millionen Euro. Der Sollüberschuss von 129 000 Euro wird der allgemeinen Rücklage zugeführt, die dadurch am Jahresende eine Höhe von 1,6 Millionen Euro erreicht. Die Finanzausgleichsrücklage hat zu diesem Zeitpunkt einen Pegel von 1,85 Millionen Euro. Die Sanierung der Straße Westend hat begonnen. Bisher sind alle Arbeiten im Plan und es gibt keine Beschwerden der Anwohner. Bürgermeister Petersen erhielt den Auftrag, die auf 25 000 Euro geschätzte Sanierung des Jugendzentrums auszuschreiben und dem günstigsten Anbieter den Auftrag zu erteilen. Am 18. August soll rund um das Amtsgebäude ein „Tag der offenen Tür“ stattfinden.
Autor: Claus Kuhl, 27.04.2012 
Quelle: www.shz.de