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16.03.2012

„Karrenberg“ wird zum Solarzentrum

Idstedter Gemeindevertretung stellt Pläne der Öffentlichkeit vor / Teich, Niedermoor und Grünflächen sollen erhalten bleiben
Idstedt

 

Für die zivile Nachnutzung des ehemaligen Mobilmachungs-Stützpunktes der Bundeswehr hat die Gemeinde schon seit langem die Bauleitplanung eingeleitet. Der neue Besitzer von „Karrenberg“, Norbert Essing, will das Gelände unter Einbeziehung der vorhandenen Bausubstanz zu einem Solarzentrum entwickeln. Dieses Vorhaben erfordert eine enge Abstimmung mit der Gemeinde, die die Planungshoheit hat. Im Zusammenhang mit der zweiten Änderung des Flächennutzungsplanes und dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 4 „Karrenberg“ war jetzt die Öffentlichkeit zu beteiligen, die sich auf Einladung von Bürgermeister Edgar Petersen zahlreich in der Gastwirtschaft „Zur alten Schule“ traf.
Dort erläuterte Ingenieur Reimer Ivers vom Planungsbüro in Husum, was zwischen Idstedter See und Schwanholm auf 13 Hektar passieren soll: Westlich der Straße sollen ein Teich, ein Niedermoor sowie Grünflächen im Grenzbereich zum benachbarten Wald unangetastet bleiben. Die Hallen bleiben für eine verträgliche zivile Nutzung erhalten, die Dächer werden mit Photovoltaik-Modulen ausgerüstet. In der Mitte, im Südosten und in der Südwestecke vor dem Moor werden Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit einer maximalen Höhe von 2,50 Metern in West-Ost-Ausrichtung installiert, und im Eingangsbereich ist ein öffentlich zugängliches Informations- und Veranstaltungszentrum geplant.
Auf der anderen Straßenseite sollen Grünflächen aufgewertet und weitere Photovoltaik-Module installiert werden. Die Sicht auf diese Anlagen wird durch einen Knick, der noch zu verbreitern, zu erhöhen und neu zu bepflanzen ist, verdeckt.
Diese kleinere östliche Fläche müsse für die vorgesehene neue Nutzung allerdings aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen werden, so Ivers. Hierzu werde der BUND kein Einvernehmen erteilen, hieß es in dessen Stellungnahme. Von anderen Naturschutzverbänden war kritisiert worden, dass im östlichen Bereich alte Wildwechsel beeinflusst würden.Ansonsten habe die Anhörung öffentlicher Träger bisher keine grundlegenden Bedenken ergeben, so der Ingenieur. Denn das Konzept sehe ohnehin vor, dass das Landschaftsbild nicht zerstört werde und ein Rückbau in einer späteren Generation möglich sei.
Autor: stz, 16.03.2012 
Quelle: www.shz.de