Jugend-Sinfonieorchester
Streicher-Ensembles und Streicher-Klassen
Aufführungen des Jugendorchesters auf dieser Seite - scroll nach unten...
Streichinstrumente sind das Fundament jedes Orchesters, denn in einem Sinfonie-Orchester gibt es mehr Geigen als Flöten und Trompeten, mehr Bratschen als Klarinetten und Hörner, mehr Celli als Fagotte und Posaunen, und in den meisten Orchesterwerken haben die Streicher entschieden seltener einmal längere Pausen als die Blasinstrumente. Erfreulich ist darum, dass immer wieder junge Menschen, die den Wunsch haben, Geige, Bratsche, Cello oder Kontrabaß zu erlernen, mit Freude die damit verbundene Mühe auf sich nehmen. Noch mehr Spaß macht das Ganze natürlich, wenn nicht nur im stillen Kämmerlein für sich alleine
musiziert wird, sondern junge Menschen gemeinsam Musik machen, dabei neue Freunde gewinnen, nicht alltägliche, aufregende wie anregende Erfahrungen in selbst gestalteten Konzerten sammeln und dabei so ganz nebenbei lernen, aufeinander zu hören und Rücksicht zu nehmen. Hier bieten zahlreiche Ensembles, die zu verschiedenen Veranstaltungen öffentlich zu hören sind, für Fortgeschrittene wie für Anfänger ausreichend Gelegenheit:
• Die SchleswigStreicher – Streicher des Jugendorchesters
• Schüler-Orchester Kappeln – Streichorchester der Zweigstelle in Kappeln
• Schleswiger Cello-Ensemble – Ensemble der tiefen Streicher
• Jugendorchester der Kreismusikschule – in dem je nach Konzertschwerpunkt alle Instrumentalisten mitwirken können
Daneben bilden sich regelmäßig kleinere Formationen wie Duos, Trios, Quartette beispielsweise im Rahmen von "Jugend musiziert".
Zu großen Konzerten kommen aus dem ganzen Kreisgebiet unsere Musikschüler zusammen wie im April 2005, als im Landestheater Schleswig ein Stück für doppelchöriges Streichorchester aufgeführt wurde. Ein besonderes Projekt stellt die Streicherklasse der Domschule dar, die in Zusammenarbeit von Musikschule und Gymnasium entstand. Hier erlernen Schüler ihr Instrument von Anfang an gemeinsam, denn Geigen, Bratschen, Celli und Kontrabässe werden im Klassenverband unterrichtet. So nehmen die Schüler den Instrumental-Unterricht als reguläres Fach im Rahmen ihrer Schule wahr.
Björn Mummert Leitung Jugend-Sinfonieorchester
Cornelia Kempf Leitung der Streicher-Ensembles Schleswig
Kreismusikschule Schleswig-Flensburg
Tel. 04621 - 960 118 * Fax 04621 - 960 130 oder KMS@schleswig-flensburg.de
Konzert mit kleinen und großen Streichern 2007
Am 4. Juli 2007 gaben Schülerinnen und Schüler der Streicherklasse von Cornelia Kempf vor ihren Familien ein Vorspiel in der Friedrichsberger Dreifaltigkeitskirche (Schleswig). Duos, Trios und Orchestersätze von Vivaldi, Albinoni, Johann Sebastian Bach, Telemann und Praetorius standen auf dem Programm.
Die Mitwirkenden dieses Konzertabends:
Vivien Voss, Violine Stringendo
Frederike Brandis, Violine
Christian Brandis, Violine
Nele Buschke, Ines Nanz, Violine
Freya Jahn, Hiskea Daumann, Keo Knüttel, Sophie Wiegmann, Violine
Marlene Heinrich, Violine
Antonia Dainat, Julia Billerbeck, Violine Stringendo
Johanna Breier, Maria Christiansen, Imme Luise Thiele, Sementa Callsen, Johanna Breier, Maria Christiansen
Gesa Maaß, Violine
Katharina Rußland, Viola
Maren Sophia Pertiet, Violine
Eilika Jung, Violine
Clara Berger, Violoncello
Sebastian Gehrke, Orgel
Katharina Rußland, Viola
Linn-Marije Pirr, Violine
Gesa Maaß, Violine Stringendo
und das Praetorius-Ensemble
Cornelia Kempf Leitung der Streicher-Ensembles Schleswig
Rückblick: Streicher-Klasse 2007
Orchesterspiel von Anfang an
Ein Kooperationsprojekt für SchülerInnen der 5. bis 7. Klassen an der Domschule und der Lornsenschule in Zusammenarbeit mit der Kreismusikschule. Neben dem normalen Musikunterricht erlernten die Jugendlichen über einen Zeitraum von zwei Jahren Streichinstrumente wie Geige, Bratsche, Violoncello oder Kontrabass. Vorkenntnisse für die Teilnahme an dieser neuen Streicherklasse waren nicht erforderlich.
Aus dem Konzept: "Von Anfang an spielen alle im Orchesterverband. Der anfängliche Unterricht in Großgruppen kann nach zwei Jahren in Kleingruppen an der Kreismusikschule weiter geführt werden. Die bewährte Methode nach dem "Paul Rolland Unterrichtswerk" bietet auf motivierende Weise jedem Schüler musikalische und damit grundlegende persönliche Erfolgserlebnisse. Ein positives, aggressionsfreies Lernklima zeichnet die Gemeinschaft in Streicherklassen aus, so dass Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer der SchülerInnen insgesamt verbessert werden können. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen dies: Kinder, die ein Musikinstrument erlernen, profitieren auch in anderen schulischen Bereichen! Dabei werden wichtige prägende Schlüsselqualifikationen spielerisch erworben wie Teamfähigkeit, einander Zuhören-Können, Rücksicht-Nehmen und sich gegenseitig Unterstützen."
Jugend-Sinfonieorchester spielt in "Helges Leben" 2007
Stück von Sibylle Berg in einer Produktion des Theater-Jugend-Clubs mit dem Jugend-Sinfonieorchester der Kreismusikschule
Interview mit Björn Mummert, Leiter des Jugend-Sinfonieorchesters der KMS
Wie entstand die Idee zur Zusammenarbeit im Stück "Helges Leben"?
Björn Mummert: Ilona Januschewski (Theaterpädagogin am Landestheater) und ich planen schon lange, einmal etwas gemeinsam für Jugend-Sinfonieorchester und Theater-Jugend-Club zu machen. Als sie sich Gedanken über ihr neues Projekt "Helges Leben" machte, war schnell klar, dass Live-Musik dem Stück gut täte. Daraufhin hat sie mich angesprochen, ob ich für das Stück Musik komponieren und es mit dem KMS-Orchester zusammen aufführen würde.
Welche Musikart wird zu hören sein? Welche musikalischen Herausforderungen stellt das Stück an die Musikschüler? Wie sind die Musiker eingebunden in die Aufführung?
Mummert: Den Stil klar einzuordnen fällt schwer: Es ist Theater-Musik mit klassischem und "poppigem" Einschlag. Da ich es für das Orchester schreibe, sind die Anforderungen für Musikschüler angemessen. Es muss aber alles auswendig gespielt werden, da wir Teil der Bühne sind, also eingebunden in die Aufführung. Gemeinsame Proben wird es in der letzten Phase noch geben.
Welche Instrumente kommen zum Einsatz, wie bewältigen Deine SchülerInnen ihren jeweiligen Part?
Mummert: Streicher (1./2. Geige, Bratsche, Cello) sowie Klarinetten und Oboe (Alternativ Sopran-Sax). Es wird immer nur die Hälfte des Orchesters spielen, die Besetzung alterniert, da wir sonst zu viele Personen auf der Bühne hätten. Die meisten Musiker können es schon erfreulich gut!
Wie ist es mit Kostümen, besonderen Effekten? Plant ihr ein Probenwochenende?
Mummert: Kostüme gibt es (ich kenne sie aber noch nicht), besondere Effekte: Vielleicht Trommeln auf Requisiten. Ob es ein richtiges Probenwochenende gibt, wie wir es sonst im Schloss Noer mit dem Jugendorchester pflegen, steht noch nicht ganz fest - aber diesmal eher nicht.
Wie viele Aufführungen wird es geben?
Mummert: Der Theater-Jugend-Club hat in der Regel rund neun Aufführungen mit seinen Stücken.
(10. Januar 2007)
Die Menschen sind ausgestorben, die Tiere haben die Macht übernommen. Frau Gott und Frau Tod haben überlebt und betreiben einen Amüsierbetrieb, der frisch erschaffene Geschichten frei Haus liefert. Heute sind Reh und Tapir die Auftraggeber: »Und nicht wieder so viel Sex.« Man einigt sich auf »Helges Leben«, ein einfaches normales Leben mit Lebensängsten, Mord, Liebe, Alter und schließlich Tod. Das Stück ist eine Art modernes Mysterienspiel ohne moralische Bewertung mit viel Witz und Ironie. In frechen Liedern und direkter Sprache veranschaulicht es das Absurde der menschlichen Existenz von heute, lässt aber Luft, dahinter vielleicht doch ein gewisses Quentchen an »Mehr« zu erahnen.Uraufführung des Orchesterwerkes
"Bilder einer Stadt" 2004
Nach monatelanger, intensiver Zusammenarbeit hatten der Schleswiger Komponist Jörg Gedan gemeinsam mit Pauli i Sandagerdi, dem Vorsitzenden des Faröer Komponistenverbandes, und Willy Stolarczyk, Stadtkomponist unserer Partnerstadt Veilje, eine beeindruckende Orchestersuite anlässlich des Stadtjubiläums "1200-Jahre Schleswig" verfasst. Die Uraufführung erklang im September 2004 in der vollbesetzten Aula der Domschule. Schleswiger und Vejler Musiker und Musikschüler ließen die "sieben Ton-Bilder" unter dem Dirigentenstab von Willi Neu, Leiter der Kreismusikschule Schleswig-Flensburg, mit bewundernswerter Professionalität zu einer brillante Aufführung gelingen!
Ausführliche Informationen unter:
http://www.pian-e-forte.de/noten/notbsp/103165.htm
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