N I E D E R S C H R I F T
über die Sitzung des Kuratoriums der Kulturstiftung
und des Kulturausschusses des Kreises Schleswig-Flensburg
Montag, 17. September 2001, 15.00 Uhr
Museum am Danewerk, Danevirkegården
über die Sitzung des Kuratoriums der Kulturstiftung
und des Kulturausschusses des Kreises Schleswig-Flensburg
Montag, 17. September 2001, 15.00 Uhr
Museum am Danewerk, Danevirkegården
Teilnehmer:
Als Mitglieder des Kuratoriums:
Herr Johannes Callsen, Mohrkirch, Vorsitzender
Frau Frauke Kramer, Hürup
Herr Ulrich Brüggemeier, Kropp
Frau Rita Höck, Rabenholz
Herr Gerhard Schulz, Dannewerk
Herr Jörg Zimmermann, Erfde
Herr Jürgen Selck, Kropp
Herr Mario de Vries, Böel
Herr Rainer Wittek, Schleswig
von der Verwaltung:
Herr Dr. Henning Bachmann, Kulturstiftung
Herr Willi Neu, Kreismusikschule
Herr Werner Grow, Kreis Schleswig-Flensburg
Frau Heike Jessen, Kulturstiftung
ferner nehmen teil:
Herr Nis Hardt, Museum Danevirkegården
Herr Dr. Bernd Zich, Arbeitsgemeinschaft Ochsenweg
Als Mitglieder des Kuratoriums:
Herr Johannes Callsen, Mohrkirch, Vorsitzender
Frau Frauke Kramer, Hürup
Herr Ulrich Brüggemeier, Kropp
Frau Rita Höck, Rabenholz
Herr Gerhard Schulz, Dannewerk
Herr Jörg Zimmermann, Erfde
Herr Jürgen Selck, Kropp
Herr Mario de Vries, Böel
Herr Rainer Wittek, Schleswig
von der Verwaltung:
Herr Dr. Henning Bachmann, Kulturstiftung
Herr Willi Neu, Kreismusikschule
Herr Werner Grow, Kreis Schleswig-Flensburg
Frau Heike Jessen, Kulturstiftung
ferner nehmen teil:
Herr Nis Hardt, Museum Danevirkegården
Herr Dr. Bernd Zich, Arbeitsgemeinschaft Ochsenweg
TAGESORDNUNG:
- Begrüßung und Eröffnung
- Museumsleiter Nis Hardt berichtet zum Projekt „Archäologischer Park Danewerk“
- Einwohnerfragestunde
- Genehmigung des Protokolls der Sitzung vom 14. Mai 2001
- Bericht der Verwaltung
- Beratung über die Mitträgerschaft der Kulturstiftung am Interregprojekt „Archäologischer Park Danewerk“
- Neufassung der Grundsätze des Kreises SL-FL für die bauliche Denkmalpflege und Aufhebung der Förderungsrichtlinien des Kreises SL-FL für die bauliche Denkmalpflege
- a) Genehmigung von über- und außerplanmäßigen Ausgaben der Kulturstiftung des Kreises Schleswig-Flensburg für das Haushaltsjahr 2000
b) Jahresrechnung 2000
- Anpassung der Geschäftsordnung der Kulturstiftung und der Richtlinien für die Verleihung des Kulturpreises aus Anlass der Umstellung von DM auf EURO
- a) Eintrittspreise für das Landschaftsmuseum Angeln/Unewatt nach der Euroumstellung
b) Anpassung der Entgeltordnung für die Kreismusikschule auf Euro
- Beratung und Empfehlung zum Haushalt 2002
- Personenvorschläge für die Verleihung der Schleswig-Holstein-Medaille 2002
- Anträge
a) Antrag Dansk Centralbibliotek for Sydslesvig e.V. auf Erhöhung des Kreiszuschusses
b) Antrag SSF – Dansk Generalsekretariat - auf Erhöhung des Kreiszuschusses für die dänische Theater- und Konzertarbeit
c) Antrag Jugendhof Scheersberg auf Förderung eines Kindertheater-Kurses
d) Antrag Angeliter Sommerkonzerte Verein auf finanzielle Förderung der Konzerte
e) Antrag RUNDUM Kulturverein auf Förderung des „Kindertheater des Monats“
Spielzeit 2001/2002
f) Antrag Industriemuseum Kupfermühle e. V. auf Bezuschussung der Einrichtung einer Kupferschmiedeesse und einer Eisenschmiedeesse
g) Antrag Damwildhegegemeinschaft Schleswig auf Bezuschussung der Herausgabe einer Chronik
h) Antrag Ev.-Luth. Kirchengemeinde Friedrichsberg auf Bezuschussung eines Konzertes
i) Antrag Männergilde Kappeln auf Bezuschussung der Chronik anlässlich des 350-jährigen Bestehens
j) Antrag Amtskulturring Böklund auf Bezuschussung der Veranstaltung „Spiel ohne Grenzen“
- Sitzungstermine 2002 für den Kulturausschuss
- Verschiedenes
TOP 1 und 2:
Begrüßung und Eröffnung
Bericht Museumsleiter Nis Hardt zum Projekt „Archäologischer Park Danewerk“
Vorsitzender Callsen begrüßt die Anwesenden, insbesondere Museumsleiter Nis Hardt und Dr. Bernd Zich, Arbeitsgemeinschaft Ochsenweg. Nis Hardt erläutert zunächst die Umbaupläne für das Museum Danevirkegården mit dem neu zu gestaltenden Eingangsbereich und der Vergrößerung der Ausstellungsflächen. Positiv auf die Besucherzahlen, insbesondere auf deutsche Besucher, ausgewirkt habe sich die deutsch-dänische Museumsbeschriftung. Herr Hardt informiert über die als ersten Schritt zum „Archäologischen Park Danewerk“ eingeleitete Erschließung des 8-förmigen Rundwegenetzes von ca. 4,5 km Länge mit dem Museum Danevirkegården im Schnittpunkt. Nachdem bereits die Waldemarsmauer eine behindertengerechte Zuwegung erhalten habe, werde jetzt die Schanze 14 für Touristen zugänglicher gemacht. Dass dänische und deutsche Soldaten gemeinsam diese Arbeiten, zu denen ein behindertengerechter und fahrradtauglicher 350 m langer Wanderweg sowie Informationsstätten und Verweilplätze gehören, ausführten, bezeichnet Herr Hardt als großes Symbol für die deutsch-dänische Geschichtsbewältigung. Herr Dr. Zich berichtet zum Kulturdenkmal Danewerk und informiert über die einzelnen Abschnitte zur Realisierung des Gesamtprojektes, das u. a. mit AB-Maßnahmen erfolgen solle. Herr Grow informiert über die Ausführung der bisherigen Wegebauten, führt die Teilnehmer zur Schanze 14 und erläutert die erforderlichen Maßnahmen, um Naturschutz und Denkmalschutz sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Für die Realisierung des Abschnittes Schanze 14 bis zur Thyraburg wird ein Zeitraum von zwei Jahren veranschlagt. Herr Grow unterstreicht die guten Möglichkeiten der touristischen Erschließung des Danewerks hinsichtlich seiner kulturhistorischen Bedeutung und seines landschaftsprägenden Charakters.
Nach Besichtigung der Wallanlagen findet die weitere Sitzung im Danewerk-Museum statt.
Herr Callsen spricht den Terroranschlag in Amerika an. Er dankt den Herren Hardt, Zich und Grow und bestätigt, dass mit dem „Archäologischen Park Danewerk“ ein Projekt mit hoher Symbolkraft für die deutsch-dänische Grenzregion realisiert werde. Die komplexe Geschichte des Danewerks werde um Danevirkegården dargestellt und zudem mit Aspekten des Naturschutzes verbunden.
Herr Callsen stellt die form- und fristgemäße Einladung und die Beschlussfähigkeit fest. Der Tagesordnung wird in der vorliegenden Form zugestimmt.
TOP 3:
Einwohnerfragestunde
Keine Fragen und Anregungen.
TOP 4:
Genehmigung des Protokolls der Sitzung vom 14. Mai 2001
Dem Protokoll wird einstimmig zugestimmt.
TOP 5:
Bericht der Verwaltung
Herr Dr Bachmann berichtet von einer guten Saison in „Unewatt“. Viele Sonderveranstaltungen verbesserten die Besucherzahlen und damit die Einnahmen. Zum 1. September sei Frau Dr. Gundula Hubrich-Messow als AB-Maßnahme für das Projekt „Industriemuseum Schleswig/Landschaftsmuseum Unewatt“ eingestellt worden. In Absprache mit Jochen Clausen, Bodo Daetz, Kupfermühle, und Frau Dr. Hubrich-Messow sei eine gute Regelung für die anteilige Arbeit von Frau Hubrich-Messow am Projekt „Industriemuseum“ gefunden worden. Zum „Dachproblem“ des Gasthauses Unewatt teilt Herr Dr. Bachmann mit, dass unter Mithilfe von Herrn Jünke erreicht worden sei, dass das Dach kostengünstig neu eingedeckt werde unter Beteiligung der alten Handwerkerfirmen. Herr Dr. Bachmann informiert über die Verkaufsabsicht der Eigentümer des Räuchereigebäudes. Die Gesamtkosten für Kauf und Wiederinbetriebnahme der Räucherei belaufen sich auf 240.000 DM. Durch die Verschärfung der Finanzsituation des Landes haben sich die Fördermodalitäten verschlechtert und es könne nur noch mit einer Förderung von 50 % gerechnet werden. Im Regionalprogramm sei das Projekt in die höchstmögliche Kategorie eingestuft worden. Die Wiederinbetriebnahme der Räucherei am Originalstandort bedeute eine Attraktivitätssteigerung für das Landschaftsmuseum.
Herr Dr. Bachmann berichtet zum Stand „Sanierung und Neugestaltung „Idstedt-Gedächtnishalle“. Hierfür habe der Kreis Finanzmittel bereitgestellt, entsprechende Landesmittel werden aus dem ZaL-Programm erhofft. Auch in diesem Programm wurde die Förderquote abgesenkt auf nunmehr 40%.
Zum Interreg-II-Projekt: „Deutsch-dänische Beschilderung und Information in Museen der Grenzregion“ teilt Herr Dr. Bachmann mit, dass das Projekt mit einem Gesamtbudget von 250.000 DM bis auf die Schlussveranstaltung abgeschlossen sei. Positiv an dem Projekt sei neben der Attraktivitätssteigerung der Museen die Verbesserung der Kontakte, auch grenzüberschreitend, die ohne die öffentlichen Mittel nicht möglich gewesen wären. Der Verwaltungsaufwand sei jedoch erheblich.
Herr Dr. Bachmann berichtet über die im Regionalrat neu gebildeten Unterausschüsse, die die grenzüberschreitende dänisch-deutsche Zusammenarbeit fördern und begleiten sollen. Die bisherige Arbeit des seit sechs Jahren bestehenden grenzüberschreitenden Kultur-Arbeitskreises solle fortgeführt werden in dem neu gebildeten Ausschuss für Kultur, Gleichstellung und Sprache (Vorsitz Frau Ikast, Amt Sønderjylland, als Vertreter des Kreises SL-FL: Ingo Degner, Johannes Callsen). Von dänischer Seite seien für 2002 für dänisch-deutsche Projekte definitiv 120.000 dkr bereitgestellt. Zusammen mit dem deutschen Geld stünden für dänisch-deutsche Projekte insgesamt 120.000 DM zur Verfügung. Dabei werden die dänischen Poolgelder im Regionalkontor in Bov verwaltet, während über die deutschen Gelder bisher über den Haushalt der Kulturstiftung von den drei deutschen Amtsleitern verfügt werde. Erreicht werden sollte eine gemeinsame Verwaltung dänischer und deutscher Poolgelder. Überlegt werden müsse, wie die in vielen Jahren erworbene Fachkompetenz der bisherigen Arbeitsgruppe in den neuen Ausschuss eingebracht werden könne. Um schnell und flexibel handeln zu können - der neue Ausschuss tagt lediglich zwei- bis dreimal jährlich – hatte Herr Callsen auf der letzten Regionalratssitzung empfohlen, dass die bisherige Poolgruppe Anträge bis zu 3.000 DM entscheiden könnte.
Herr Dr. Bachmann berichtet über das Bemühen der Stadt Schleswig, das geplante „Haus der Geschichte“ in Schleswig anzusiedeln. Ein Fachausschuss unter Leitung von Bürgermeister Nielsky sammele Argumente für den Standort Schleswig. Geplant sei auf Wunsch der Landesregierung ein zeitgeschichtliches Museum.
TOP 6:
Beratung über die Mitträgerschaft der Kulturstiftung am Interregprojekt „Archäologischer Park Danewerk“
Herr Dr. Bachmann weist darauf hin, dass sich die Mitträgerschaft der Kulturstiftung an diesem Projekt auf die Ausstellung von Spendenbescheinigungen möglicher Sponsoren beschränken sollte, die Trägerschaft sollten die vor Ort Tätigen – Museum Danevirkegården/Arbeitsgemeinschaft Ochsenweg – übernehmen. Herr Grow macht auf die veränderte Situation durch eine mögliche Beteiligung von dänischer Seite aufmerksam.
Der Kulturausschuss stimmt einer Mitträgerschaft der Kulturstiftung hinsichtlich der Ausstellung von Spendenbescheinigungen zu.
TOP 7:
Neufassung der Grundsätze des Kreises SL-FL für die bauliche Denkmalpflege und Aufhebung der Förderungsrichtlinien des Kreises SL-FL für die bauliche Denkmalpflege
Herr Dr. Bachmann begründet den Antrag. Seit 1994 werden keine Haushaltsmittel für die Förderung der baulichen Denkmalpflege bereitgestellt. Die Neufassung der Grundsätze bedeute keine Finanzverpflichtung an den Kreis, bestehen bleibe die Möglichkeit, Drittmittel und nicht verbrauchte Landesmittel anwerben zu können.
Der Kulturausschuss empfiehlt dem Kreistag einstimmig, die Neufassung der Grundsätze des Kreises Schleswig-Flensburg für die bauliche Denkmalpflege zu erlassen und die Förderungsrichtlinien des Kreises Schleswig-Flensburg für die bauliche Denkmalpflege vom 04.09.1986 ersatzlos aufzuheben.
TOP 8:
a) Genehmigung von über- und außerplanmäßigen Ausgaben der Kulturstiftung des Kreises Schleswig-Flensburg für das Haushaltsjahr 2000
Herr Dr. Bachmann erläutert die über- bzw. außerplanmäßigen Ausgaben im Haushaltsjahr 2000, hier insbesondere die Ausgabe über 45.782,84 DM durch den vorzeitigen Abschluss der Dachsanierung des Gebäudes Suadicanistraße und den Mehrbedarf an Bewirtschaftungskosten durch gestiegene Energiekosten oder den Mehrbedarf an Sozialversicherungskosten für die Aufsichtskräfte in Unewatt.
b) Jahresrechnung 2000
Herr Dr. Bachmann erläutert die einzelnen Abschnitte des Verwaltungshaushaltes. Nicht durchgeführt in 2000 wurde die AB-Maßnahme „Industriemuseum Kupfermühle“, so dass die eingeplanten Mittel eingespart werden konnten. Die notwendig gewordenen Mehrausgaben im Landschaftsmuseum Unewatt, insbesondere bei den Personalkosten, Bewirtschaftungskosten und Ausgaben für Information und Dokumentation, konnten zum Teil ausgeglichen werden durch Mehreinnahmen an Benutzungsgebühren bzw. durch Minderausgaben. Bedingt durch bauliche Erhaltungsmaßnahmen sei der Unewatter Haushalt schwankend. Bei der Kreismusikschule sei auf der Einnahmenseite das äußerste erreicht, was möglich ist. Abschließend weist Herr Dr. Bachmann auf das positive Rechnungsergebnis mit einer Zuführung an die allgemeine Rücklage über 56.011,33 DM hin. Damit erhöhe sich der Bestand der Rücklage auf nunmehr 166.784,61 DM.
Herr Callsen und Frau Kramer bestätigen der Kulturstiftung äußerst sparsame Haushaltsführung.
Abschließende Beschlußempfehlung:
Einstimmig genehmigt das Kuratorium nachträglich die im Haushaltsjahr 2000 entstandenen über- und außerplanmäßigen Ausgaben der Kulturstiftung des Kreises Schleswig-Flensburg. Die Kuratoriumsmitglieder stimmen der Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2000 zu und empfehlen sie einstimmig dem Kreistag zur Beschlussfassung.
TOP 9:
Anpassung der Geschäftsordnung der Kulturstiftung und der Richtlinien für die Verleihung des Kulturpreises aus Anlass der Umstellung von DM auf EURO
Einstimmig empfiehlt das Kuratorium, die im § 12 der Geschäftsordnung mit 1.000 DM festgelegte Entscheidungskompetenz für Zuwendungen an Dritte umzustellen auf 500 EURO. Der in Punkt 3 der Richtlinien für die Verleihung des Kulturpreises mit 10.000 DM dotierte Kulturpreis wird auf 5.000 EURO festgelegt.
TOP 10:
a) Eintrittspreise für das Landschaftsmuseum Angeln/Unewatt nach der Euroumstellung
Die vom Landschaftsmuseum Angeln erarbeiteten Eintrittspreise von DM auf EURO werden einstimmig vom Kuratorium angenommen.
b) Anpassung der Entgeltordnung für die Kreismusikschule nach der Euroumstellung
Entstimmig wird der vorgelegten Entgeltordnung mit den ausgewiesenen Eurobeträgen zugestimmt.
TOP 11:
Beratung und Empfehlung zum Haushalt 2002
Herr Dr. Bachmann erläutert zunächst die Aufstellung „Zuweisungen des Kreises“. Trotz der Vorgabe des Fachdienstes Finanzen, mit dem Haushaltsvolumen des Vorjahres zu planen, komme es zu dem Mehrbedarf von insgesamt 74.504 DM gegenüber dem Haushalt 2001, bedingt insbesondere durch tarifliche Erhöhung der Personalkosten. In den vergangenen Jahren seien die steigenden Personalkosten permanent im Haushalt aufgefangen worden. Der Anteil der Personalkosten am Gesamthaushalt sei insbesondere in der Kreismusikschule und in Unewatt hoch. Der angemeldete Mehrbedarf löst eine Diskussion aus hinsichtlich Einsparmöglichkeiten. Einig sind sich die Ausschussmitglieder darin, zunächst die Eckdaten für den Haushalt abzuwarten, um dann im November endgültig zu beraten. In das Gesamtbudget mit einbezogen werden sollten die im Kulturamtshaushalt angesiedelten Haushaltsmittel für die Bücherei und das Landestheater. Als sinnvoll erachtet wird eine Diskussion über Sparmöglichkeiten im deutschen Büchereiwesen.
Der gegenüber dem Vorjahr um 27.200 DM höhere Finanzbedarf der Kreismusikschule löst eine Diskussion aus, wie eine Begrenzung auf die 1993 beschlossene Summe von 800.000 DM erreicht werden könne. Hierzu regt Herr Schulz an, dass die Kreismusikschule nach weiteren Möglichkeiten suchen möge, um die Einnahmen zu verbessern.
Herr Dr. Bachmann stellt die einzelnen Abschnitte des Verwaltungs- und des Vermögenshaushalts dar und erläutert die wesentlichen Veränderungen. So fehlen im Abschnitt Landschaftsmuseum Unewatt die Einnahmen aus Mieten und Pachten für bisher an den Angelner Heimatverein vermietete Räume. Genutzt werden diese Räume jetzt für Sonderausstellungen des Museums. Zudem konnte in dem Gebäude eine öffentliche Toilette eingebaut werden. Eingestellt in den Vermögenshaushalt seien 10.400 € für dringend erforderliche Malerarbeiten in der Kreismusikschule. 12.500 € seien eingeplant für eine zentrale Datensicherung (Daten der KMS und des Archivs). Herr Dr. Bachmann teilt mit, dass zur Zeit geprüft werde, ob eine Datensicherung über den Sicherungsspeicher der Kreisverwaltung möglich ist. Hierfür müsse mit monatlichen Kosten von 800 DM gerechnet werden. Genaue Zahlen sollen zur nächsten Sitzung vorgelegt werden.
Wie schon im Vorbericht, erläutert Herr Dr. Bachmann noch einmal den im Vermögenshaushalt des Landschaftsmuseums mit 122.700 € eingestellten Finanzbedarf zum Erwerb der Räucherkate. Diese Summe beinhalte den Grunderwerb mit 100.000 DM und die Gebäudesanierung mit 140.000 DM. Landesmittel aus dem Regionalprogramm bis zu 50 % werden erwartet. Herr Dr. Bachmann unterstreicht erneut die Besonderheit für „Unewatt“, das Original der Räucherkate am Originalstandort erhalten zu können. Sollte das nicht gelingen, bedeute das möglicherweise den Abriss des Gebäudes.
Abschließende Empfehlung:
Nach ausführlicher Beratung wird die Verwaltung die vorgetragenen Einsparvorschläge aufnehmen und den Haushaltsentwurf überarbeiten, um ihn auf der nächsten Sitzung erneut vorzustellen.
TOP 12:
Personenvorschläge für die Verleihung der Schleswig-Holstein Medaille 2002
Auf Wunsch von Frau Kramer verlässt Herr Dr. Bachmann den Sitzungsraum. Der Rest des Tagesordnungspunktes wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit beraten.
TOP 13:
Anträge
a) Antrag Dansk Centralbibliotek for Sydslesvig e.V. auf Erhöhung des Kreiszuschusses
Nach einer Diskussion über eine mögliche Angleichung zwischen dem dänischen und deutschen Büchereisystem wird empfohlen, zunächst bei dem Zuschuss von 63.000 DM zu bleiben und eine endgültige Entscheidung dann zu treffen, wenn über die Bezuschussung der deutschen Büchereien eine Entscheidung getroffen worden ist.
b) Antrag SSF – Dansk Generalsekretariat – auf Erhöhung des Kreiszuschusses für die dänische Theater- und Konzertarbeit
Aufgrund der angespannten Finanzsituation wird – bei einer Enthaltung – empfohlen, die dänische Theater- und Konzertarbeit wie bisher mit 28.000 DM (14.300 €) zu fördern.
c) Antrag Jugendhof Scheersberg auf Förderung eines Kindertheater-Kurses
einstimmiger Beschluss: Zuschuss in Höhe von 1.000 DM
d) Antrag Angeliter Sommerkonzerte Verein auf finanzielle Förderung der Konzerte 2001
Aufgrund der schwierigen Situation für die diesjährigen Konzertreihe stimmt das Kuratorium einstimmig zu, einmalig für 2001 eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 3.000 DM zu übernehmen.
e) Antrag RUNDUM Kulturverein auf Förderung des „Kindertheater des Monats“
einstimmiger Beschluss: Zuschuss in Höhe von 1.000 DM
f) Antrag Industriemuseum Kupfermühle e.V. auf Bezuschussung der Einrichtung einer Kupferschmiedeesse und einer Eisenschmiedeesse
einstimmiger Beschluss: Zuschuss in Höhe von 5.000 DM aus dem HH-Ansatz „Industriemuseum“
g) Antrag Damwildhegegemeinschaft Schleswig auf Bezuschussung der Herausgabe einer Chronik
Der Antrag wird einstimmig abgelehnt.
h) Antrag Ev.-Luth. Kirchengemeinde Friedrichsberg auf Bezuschussung eines Konzertes
einstimmiger Beschluss: Zuschuss in Höhe von 200 DM
i) Antrag Männergilde Kappeln auf Bezuschussung der Chronik/Festschrift
einstimmiger Beschluss: Zuschuss in Höhe von 500 DM
j) Antrag Amtskulturring Böklund auf Bezuschussung der Veranstaltung „Spiel ohne Grenzen 2001“
Der Antrag wird einstimmig abgelehnt.
TOP 14:
Sitzungstermine 2002 für den Kulturausschuss
Empfohlen wird, die fünf Sitzungstermine - wie im Entwurf vorgeschlagen – zu übernehmen. Um einen Sparbeitrag zu leisten, könnte möglicherweise eine Sitzung ausgelassen werden.
TOP 15:
Verschiedenes
entfällt
Mit einem Dank an alle Teilnehmer schließt Herr Callsen um 17:45 Uhr die offizielle Sitzung.
Die Ausschussmitglieder haben anschließend die Möglichkeit, sich von den Herren Hardt und Dr. Zich durch die Ausstellung zum Projekt „Archäologischer Park Danewerk“ führen zu lassen.
| Johannes Callsen | Dr. Henning Bachmann | Heike Jessen |
| Vorsitzender | Direktor | Protokollführerin |
09.10.2001

