Bundestagswahl: acht Parteien gehen ins Rennen
Bei der Bundestagswahl am 18. September können sich im Wahlkreis 1 Flensburg-Schleswig 221.259 Wahlberechtigte in 265 allgemeinen Wahlbezirken an der neuen Zusammensetzung des Berliner Parlaments beteiligen. 31 Briefwahlvorstände werten die vorab vergebenen Stimmen aus. Die Direktkandidaten von sechs Parteien hoffen im nördlichsten Wahlkreis der Bundesrepublik auf die Gunst der Wähler. Um die Erst- und Zweitstimmen bewerben sich SPD, CDU, GRÜNE, FDP, DIE LINKE und die NPD. Ohne Direktkandidaten nur um Zweitstimmen bemühen sich darüber hinaus die Parteien FAMILIE und MLPD.
Die SPD schickt wiederum ihren Bundestagsabgeordneten, den Flensburger Arzt Dr. Wolfgang Wodarg ins Rennen. Sein aussichtsreichster Konkurrent dürfte der Bönstruper Bundestagsabgeordnete, Realschullehrer Wolfgang Börnsen (CDU) sein, der die 6. Wahlzeit im Bundestag anstrebt. Kandidatin der GRÜNEN ist erneut die Bundestagsabgeordnete, Diplom-Pädagogin Grietje Bettin aus Kiel. Für die FDP tritt der Kaufmann Jörg Petersen aus Flensburg an. Industriemeister Meenhard Enno Smit aus Schleswig wurde von der Linkspartei nominiert. Für die NPD bewirbt sich der Husumer Rentner Artur Ludwig Nissen um die Erststimmen.
Über die Zahl der Parteiensitze im Bundestag entscheidet allein die Zweitstimme. Darauf weist Landrat Jörg-Dietrich Kamischke als Kreiswahlleiter hin. Die Erststimme dagegen gilt ausschließlich dem Direktkandidaten im Wahlkreis. Kamischke betont außerdem, dass auf die linke und rechte Seite des Stimmzettels jeweils nur ein Kreuz gesetzt werden darf. Mehrere Kreuze auf einer Hälfte führen zur Ungültigkeit der Stimme.
Bei der Bundestagswahl vor drei Jahren erzielte die SPD bei den Zweitstimmen mit 44,0 % das beste Ergebnis, gefolgt von der CDU mit 36,4 %. DIE GRÜNEN erreichten 9,1 % und die FDP erhielt 7,5 % der Zweitstimmen. Die Wahlbeteiligung im Wahlkreis 1 Flensburg-Schleswig lag im September 2002 bei 79 %.
Die Wahlvorbereitungen gehen jetzt in die Endphase. Rund 240 000 Stimmzettel verteilte das Amt für Kommunalaufsicht und Wahlen des Kreises Schleswig-Flensburg an die Städte, Ämter und Gemeinden. Das größte Kontingent erhielt mit knapp 70.000 Stimmzetteln die Stadt Flensburg, während das Amt Kappeln-Land als kleinster Abnehmer mit 1.300 Bögen auskommt.
Am Wahltag sind die Wahllokale bundesweit wieder von 8 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Nach Angaben von Landrat Kamischke werden sich dann über 2.500 Helfer um einen reibungslosen Ablauf bemühen. Der Landrat unterstreicht die Bedeutung der Bundestagswahl für die kommenden vier Jahre. Eine hohe Wahlbeteiligung dokumentiere nicht nur das demokratische Verantwortungsbewusstsein einer Gesellschaft, sondern stärke auch die Stellung der gewählten Vertreter. Der Landrat ruft alle Bürger daher nachdrücklich dazu auf, ihr Wahlrecht auszuüben.
Zur aktuellen Information über den Verlauf der Auszählung ist das Schleswiger Kreishaus am Wahlsonntag ab 18 Uhr für Besucher geöffnet.
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