Hilfsnavigation

Startseite | Kontakt | Dienstgebäude | Öffnungszeiten | Impressum | Sitemap



17.09.2010

Widerstand gegen Frischwasser-Preise

Verbrauchskosten in Havetoft erhöhen sich ab 1. Oktober von 26 auf 44 Cent pro Kubikmeter / Auch Abwassergebühr steigt
Havetoft

 

Obwohl bereits im Finanzausschuss ausführlich diskutiert, kamen bei der Gemeindevertretersitzung von Havetoft noch einmal die Widerstände gegen die Art und Weise der Preiserhöhung beim Frischwasser auf den Tisch. Drei der elf Mandatsträger stimmten gegen den Vorschlag des Ausschusses – allerdings aus unterschiedlichen Gründen. Dem einen war der – gesetzlich verordnete – Wegfall der Sozialstaffel für Einpersonenhaushalte nicht recht, weil bei diesen Abnehmern der Preissprung zu hoch ist. Dem anderen behagte die Mehrbelastung für Großabnehmer nicht.
Ab 1. Oktober zahlen alle statt 26 Cent einen Verbrauchspreis von 44 Cent pro Kubikmeter. Für den Normalverbraucher steigt die Grundgebühr von 60 Euro auf 114 Euro, für wasserintensive Betriebe von 110 Euro auf 216 Euro jährlich. Auf alle Beträge werden bei Abrechnung noch sieben Prozent Mehrwertsteuer aufgeschlagen.
Auch beim Abwasser müssen die Havetofter Bürger tiefer in die Tasche greifen. „Da die kosten- und umweltbewussten Bürger weniger Wasser verbrauchen als beim Bau der Abwasseranlage geschätzt wurde, und außerdem eine Korrektur der Abschreibungssätze erfolgte, würde eine Beibehaltung der Benutzungsgebühren zu Fehlbeträgen in den nächsten Jahren führen“, erklärte Havetofts Bürgermeister Peter Hermann Petersen die Erhöhung der Gebührensätze. Diese werden ab 1. Oktober um drei Euro auf 13 Euro Grundgebühr im Monat steigen. Die Verbrauchspreise bleiben bei 2,89 Euro pro Kubikmeter.
Um den Anfragen von Eltern nachzukommen, wird eine altersgemischte Gruppe des ADS-Kindergartens Havetoft in eine Krippengruppe umgewandelt. Dadurch steigt der jährliche Finanzierungsanteil von Havetoft um 1800 Euro auf 67 100 Euro.
Gleich zwei Gemeindevertreter gaben ihren Platz im Dorfparlament auf und mussten ersetzt werden. „Abwasserpapst“ Sönke Jepsen-Carlsen tat dies nach sieben Jahren aus Gesundheitsgründen. Guido Petersen ist aus dem Ort verzogen. Nachrücker sind Annegret Wulff und Michael Erkmann.Neuer zweiter stellvertretender Bürgermeister ist Rudolf Wulff. Vorsitzender des neu gegründeten Ausschusses für Bau-, Wege- und Umweltangelegenheiten ist Hans-Heinrich Paulsen.
ql
Autor: ql, 17.09.2010 
Quelle: www.shz.de