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27.05.2008

Feuerwehr kann jetzt fast unbegrenzt helfen

Mit einem großen Fest stellte die Böklunder Feuerwehr den Bürgern ihr neues Fahrzeug vor, dessen Möglichkeiten zur Hilfeleistung fast unbegrenzt sind. Die Freude der Brandschützer ist mit Schweiß getränkt. Denn um die neue Technik vollständig nutzen zu können, heißt es: Üben, üben, üben.

„Traumwagen“ können sehr unterschiedlich aussehen. Für die Feuerwehr in Böklund hat er 290 PS, einen permanenten Allradantrieb und ein zulässiges Gesamtgewicht von 14,5 Tonnen. Kostenpunkt: 317 000 Euro. „Dieses Fahrzeug ist kein Luxus“, erklärte Bürgermeister Johannes Petersen bei der offiziellen Übergabe. Die Investition sei gerechtfertigt, da damit auch übergreifend im Kreis Personen und Sachwerte geschützt würden.
Diese Begründung verstanden die Besucher sofort, denn kurz vorher hatte Vize-Wehrführer Hauke Kruse die technischen Details in einem etwa 30-minütigen Vortrag am geöffneten Fahrzeug erläutert. Das Hilfeleistungs- und Löschfahrzeug (HLF 20/16) hat einen 2000-Liter-Tank und zwei Nebenantriebe für Pumpe und Seilwinde. Platz sparend und griffbereit liegt alles in Einschüben, was heute auf dem Feuerwehrsektor Stand der Technik ist. Allein die Liste ist vier Seiten lang. Hebekissen und Abstützungen wurden in einer Übung demonstriert. Insbesondere wurde auf technische Unterstützung bei der Handhabung geachtet. So kann heute zum Beispiel eine einzelne Person allein den Anschluss am Hydranten vornehmen.
„Es ist wichtig, dass wir auch mit wenig Personal viele technische Unterstützung leisten können“, erklärte dazu Amtswehrführer Klaus Uck in seinem Grußwort, in dem er das neue Feuerwehrfahrzeug als „Eierlegende Wollmilchsau“ bezeichnete.
Kreisbrandmeister Walter Behrens ging das Thema sachlicher an. „Die Möglichkeiten dieses Fahrzeugs sind fast unbegrenzt“, erklärte er. Er freue sich, dass die Böklunder Wehr sich selbst und dieses Fahrzeug in den Rahmen einer kreisweiten Feuerwehrbereitschaft stelle. Deshalb habe man den Kauf mit 50 Prozent aus der Feuerschutzsteuer bezuschusst. Es sei das zweite Fahrzeug dieser Art im Kreis. Drei weitere würden noch folgen, so Behrens. Die Böklunder wies er darauf hin, dass zum ordnungsgemäßen Einsatz ihrer Fahrzeuge die Personaldecke ziemlich dünn werde.
Wehrführer Lothar Beusen ließ sich auch von dieser Herausforderung nicht beeindrucken. „Wir füllen dieses Auto mit Leben“, versprach er. Am 14. März habe man das Fahrzeug nach Böklund geholt und seitdem schon 50 Stunden Ausbildung mit der gesamten Mannschaft absolviert.
Die Schnelligkeit des neuen Löschfahrzeuges ist unbestritten. Dies bestätigte eine neutrale staatliche Stelle bereits bei der Überführung. Da erhielt der Fahrer auf der Autobahn ein Strafmandat für die Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit.
Bürgermeister Johannes Petersen (l.) übergibt den Schlüssel an Wehrführer Lothar Beusen. Foto: Kuhl

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Bürgermeister Johannes Petersen (l.) übergibt den Schlüssel an Wehrführer Lothar Beusen. Foto: Kuhl

Quelle: shz.de; Schleswiger Nachrichten vom 27.05.2008  /ql