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14.07.2010

Bürger freut Belastung der Gemeinde

Stolker müssen geringere Abwasser-Grundgebühr zahlen / Einige Gemeindevertreter wollen sich bei Verträgen für Stromleitungen nicht festlegen
Stolk

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stz

 

 

Einige Gemeindewege werden hochgestuft in die unterhalb einer Kreisstraße neu geschaffene Ebene des übergemeindlichen Kernwegenetzes. Dazu gehört in Stolkerfeld die Verbindung zwischen Klappholz und Idstedt, in Oberstolk der Klappholzer Weg mit Böklundfeld sowie die Straße „Süderfeld“ Richtung Wasserwerk.
Für die notwendige Verstärkung des Straßenunterbaus in einer Breite von 4,50 Metern kann die Gemeinde Stolk auf Zuschüsse hoffen. Doch in der weitläufigen Aktiv-Region Schlei-Ostsee sollen jährlich nur etwa fünf Kilometer Straßen ausgebaut werden. „Aber wir müssen ein Konzept in der Schublade haben, wenn es plötzlich losgeht“, befand Bauausschuss-Vorsitzender Kai Börensen in der jüngsten Gemeinderatssitzung.
In der Sitzung ging es im Weiteren vor allem um Zahlen: Zunächst erläuterte Finanzausschuss-Vorsitzender Friedrich Karde die Jahresrechnung 2009. Diese schließt im Verwaltungshaushalt mit 827 619 Euro und im Vermögensteil mit 133 448 Euro ab. Einem Schuldenstand von 201 079 Euro steht eine allgemeine Rücklage in Höhe von 357 000 Euro gegenüber.
Anschließend ging Friedrich Karde auf die von der Aufsicht geforderte aktualisierte Gebührenkalkulation für die Abwasserbeseitigung ein: Hier gibt es eine hohe Differenz zwischen theoretischer und tatsächlicher Rücklage. Deshalb müssen aus dem laufenden Haushalt rund 38 000 Euro der Gebührenausgleichsrücklage zugeführt werden.
Auch in den nächsten Jahren bedeutet das für die Gemeinde eine hohe finanzielle Belastung – doch für die Bürger bringt die Änderung Erfreuliches: Die monatliche Grundgebühr verringert sich rückwirkend ab Oktober vergangenen Jahres auf zehn Euro, und der Kubikmeterpreis wurde seitdem um 35 Cent auf zwei Euro gesenkt.Nach Einstimmigkeit bei allen Beschlüssen wurde es am Ende doch noch kontrovers: Einige Vertreter wollten sich vom Amt Südangeln bei den auszuhandelnden Nutzungsverträgen für Stromleitungen nicht einseitig festlegen lassen. Zwar begreife man, dass für Stadtwerke oder Eon nur eine amtsweite Lösung wirtschaftlich interessant ist. Aber zu Ja-Sagern, denen alles vorgegeben wird, wollten einige sich nicht degradieren lassen. Nun sollen beide Anbieter zu getrennten Sitzungen eingeladen werden.
stz
Autor: she.de - stz, 14.07.2010 
Quelle: www.shz.de