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20.07.2009

Vieles erhalten, was sonst weggeworfen worden wäre

Viel Zuspruch von Bürgern und Touristen erfuhr die Feier zum 20. Geburtstag des Dorfmuseums Brodersby: Volkstänzer, Jagdhornbläser und Grußworte vieler Gäste standen auf dem Programm, und es wurde ein Gedenkstein enthüllt.

Brodersby/
ql
–Der von allen Rednern am häufigsten erwähnte Mann bei der Geburtstagsfeier „20 Jahre Dorfmuseum Brodersby“ konnte nicht mehr mitfeiern. Gründer und Initiator Wolfgang Schmidt ist im Mai 2005 verstorben. „Er wäre stolz auf das, was aus seinem Museum geworden ist“, gedachte Heike Borchert, Vorsitzende des Museumsvereins, ihres Vorgängers.
Danach erhob sie vier Aktive der ersten Stunde zu Ehrenmitgliedern: Antje Schmidt, Ehefrau des Gründers, macht heute noch Museumsdienst und Führungen. Grete Buschke arbeitet im Bürgerarchiv mit und war lange Schriftführerin des Vereins. Gerd Juisten veranstaltet Führungen auf Plattdeutsch und ist überall die helfende Hand – und erfand den Gedenkstein. Karl-August Thoms hat viel mit Wolfgang Schmidt geschaffen und durchgesetzt. Heute leitet der ehemalige Bürgermeister das Bürgerarchiv.
Auch der ehemalige Brodersbyer Pastor Friedrich Willert erinnerte an Schmidt. Vor seinem Grußwort hatte er noch dessen Grab besucht, das nur zirka 200 Meter Luftlinie vom Dorfmuseum entfernt ist. Als Geschenk brachte Willert zwei geschnitzte Segenstafeln mit Psalmen und ein altes Mangeltuch mit.
„Was uns an Wolfgang Schmidt beeindruckte, war seine Zielstrebigkeit, alte Dinge in Brodersby zu erhalten und ein Museum einzurichten“, sagte Johannes Callsen, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Volkskundlicher Sammlungen im Kreis Schleswig-Flensburg, zu dem Schmidt bereits früh Kontakt aufgenommen hatte.
Bürgermeister Hans-Joachim Thomsen aus Goltoft lobte die Arbeit des Vereins: „Ihr könnt stolz auf das sein, was ihr hier geschaffen habt.“ Für Kinder sei das Anfassen wichtig und das unmittelbare Erleben der Vergangenheit. Er appellierte an Alt und Jung, sich dafür zu engagieren und versprach: „Sobald ich in Pension bin, bin ich auch dabei.“ Danach enthüllte Hauseigentümer Günter Schütt den Gedenkstein, der Bezeichnung und Gründungsjahr des Dorfmuseums zeigt.
Dann begann das vielfältige Beiprogramm, das unter anderem von der Volkstanzgruppe „Südangeln“ und den Jagdhornbläsern der Kreisgruppe Schleswig bestritten wurde. Die Schleswiger Imker, die fester Bestandteil des Museums sind, zeigten „Alles rund um den Honig“. Und laufend gab es Führungen – auf Hochdeutsch und noch öfter auf Platt.
Autor: ql, 20.07.2009 
Quelle: www.shz.de