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09.07.2009

Kirchenvorstand distanziert sich von Pastor-Aussagen

Auch wenn die alte Schule in Böklund längst abgerissen ist, erregt sie immer noch die Gemüter. Hauptkritiker Pastor Detlef Tauscher nutzte die Sitzung der Gemeindevertretung, um seinen Standpunkt noch einmal vorzubringen. Der Kirchenvorstand distanzierte sich von seinen Aussagen.
Böklund/
ql

 

– Pastor Detlef Tauscher gab sich in der Einwohnerfragestunde der Gemeindevertretung sehr verbindlich und versuchte die Wogen zu glätten, die er durch seine Leserbriefe zum Thema „Abriss der alten Schule“ aufgewirbelt hatte. Doch seinen Standpunkt änderte er nicht.
„Warum hat sich der Kreis nicht rechtzeitig um die Erhaltung dieser Immobilie gekümmert?“, fragte er und warf allen Beteiligten vor, alternative Nutzungsmöglichkeiten nicht genügend geprüft zu haben. Auf der Basis des Ist-Zustandes schlug er vor, einen Arbeitskreis zu gründen, der Vorschläge für die weitere Nutzung des Schulgrundstückes erarbeiten solle. Er legte außerdem Wert auf die Feststellung, dass alle seine Äußerungen zu diesem Thema von ihm als Privatmann und nicht in seiner Amtsfunktion als Pastor gemacht worden seien.
Dies bestärkte Angelika Gendries, Vorsitzende des Kirchenvorstands, indem sie sich im Namen ihres Gremiums von den pastoralen Äußerungen distanzierte.
„In einem Punkt sind wir uns einig: Wir hätten es alle gerne gesehen, die Schule zu erhalten“, sagte Bürgermeister Johannes Petersen in seiner Entgegnung. Doch der Aufwand, den eine Umnutzung erfordert hätte, wäre gegenüber den Steuerzahlern nicht zu verantworten gewesen. Die Entscheidung sei dann zwangsläufig gefallen.
Da Hans-Peter Davids aus der Gemeindevertretung ausgeschieden ist, rückte das bisher bürgerliche Mitglied Dirk Jürgensen als Mandatsträger nach und übernahm auch den Posten als stellvertretender Bauausschussvorsitzender.
Beim Vertrag zur Beteiligung der Gemeinden am evangelischen Kindergarten Böklund wurde der Finanzierungsschlüssel geändert. Ab sofort werden die Beiträge nicht mehr nur an der betreuten Kinderzahl sondern auch auf Basis der Finanzkraft der Gemeinde errechnet. Dadurch entlastet Böklund die anderen Gemeinden, bindet sie aber auch gleichzeitig an den zentralen Ort, da die Hälfte des Beitrags belegungsunabhängig zu zahlen ist.
Die Mandatsträger stimmten der Jahresrechnung 2008 zu. Sie schließt im Verwaltungshaushalt mit 3,3 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt mit 2,2 Millionen Euro. Der Sollüberschuss von 220 000 Euro wurde der Rücklage zugeführt.
Weiteres in Kürze: Nach ihrer Erweiterung sind die Gewerbestraße und die Straße „Pöttacker“ in den Besitz der Gemeinde übergegangen. In Zusammenarbeit von Amts- und Gemeindewehrführung wird für die Gemeinde ein Feuerwehrbedarfsplan aufgestellt. Für die Prüfung privater Abwasserleitungen wird eine amtsweite Lösung erarbeitet, die den Gemeinden empfohlen werden soll.
Autor: ql, 09.07.2009 
Quelle: www.shz.de