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08.07.2009

Großfeuer in Brekling verwüstet Bauernhof

Familie obdachlos / 250 Ferkel verbrennen im Stall
Nübel/
iwe

 

– Gemeldet war zunächst nur eine Rauchentwicklung im Stall eines Gehöfts in Breklingfeld. Als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr dann aber wenige Minuten später dort eintrafen, brannte der Stall bereits lichterloh und auch auf das Wohnhaus hatten die Flammen schon übergegriffen.
Mit einem massiven Löschangriff versuchten die Feuerwehrleute, ein weiteres Ausbreiten des Feuers zu verhindern. Aufgrund der alten Bausubstanz von Haus und Scheune breiteten sich die Flammen jedoch in rasender Geschwindigkeit auch unter dem Eternitdach des Wohnhauses aus, was für die Brandschützer zusätzliche Gefahr bedeutete.
Während der Löscharbeiten war immer wieder lautes Knallen zu hören, das von den durch die Hitze berstenden Dachplatten herrührte. Die Bruchstücke der Platten flogen den Feuerwehrleuten buchstäblich um die Ohren.
Sowohl der große Stall als auch das Wohnhaus brannten vollständig aus. „Da das Haus nur Holzdecken hatte, war ein Innenangriff viel zu gefährlich“, erläuterte Einsatzleiter Helge Reese von der Breklinger Wehr. Dennoch konnten er und seine Leute einige wichtige Geschäftsunterlagen des Landwirtes sowie einen Computer aus dem Erdgeschoss retten. Ebenso konnte ein Übergreifen des Feuers auf Nachbargebäude verhindert werden.
Durch den verheerenden Brand wurde eine vierköpfige Familie obdachlos. Zudem verbrannte ihr gesamtes Hab und Gut. Nach Angaben von Holger Reese handelt es sich bei der Familie um den Jungbauern des Hofes sowie seine Frau und die beiden Kinder. In dem ausgebrannten Stall kamen nach Angaben der Polizei 250 Ferkel um.
Die Löscharbeiten dauerten bis in die späten Abendstunden an, bevor das Feuer restlos gelöscht war. Der entstandene Schaden wird nach ersten Schätzungen auf 350 000 Euro beziffert.
Die Brandursache ist bisher noch ungeklärt. Die Kripo hat den Brandort beschlagnahmt. Ein Brandsachverständiger wird versuchen, anhand von Spuren die Ursache für das Feuer zu ermitteln.
An dem Einsatz waren neben den drei Nübler Ortswehren Brekling, Nübel und Berend auch die Wehren aus Tolk, Moldenit und Neuberend beteiligt. Aus Schleswig wurden weitere Kräfte mit einem Tanklöschfahrzeug und der Drehleiter hinzugezogen.
Autor: shz-iwe, 08.07.2009 
Quelle: www.shz.de