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19.06.2009

Abrissbagger frisst sich inSchulgebäude

Die Zeit der alten Böklunder Schule ist endgültig abgelaufen. Der Abrissbagger frisst sich von der Ostseite her in das Gebäude. Auflagen des Umweltschutzes verteuern den Abbruch, der in etwa zwei Wochen beendet sein soll.
Böklund/ql

 

Die Abrissarbeiten laufen zwar, jedoch deutlich langsamer als gedacht. Das Gebäude scheint sich regelrecht zu wehren. Die Eisenmengen, die als Armierung in dem aus dem Jahre 1952 stammenden Haus verbaut wurden, begründen die Schwierigkeiten.
Ursprünglich als Aufbauzug errichtet, um Schülern aus dem ländlichen Raum die Möglichkeit zur Erlangung der mittleren Reife zu geben, beherbergte das Gebäude danach die Schule für geistig Behinderte, später eine Schule für Ergotherapie.
Mehrere Jahre stand es leer und wurde vom Kreis zusammen mit dem 4477 Quadratmeter großen Gelände vergeblich zum Verkauf angeboten. Jetzt ist es marode und wird auf Kosten der Gemeinde abgerissen. „Wir haben uns mit dem Kreis zu dieser Lösung durchgerungen, damit an dieser Stelle keine bösartige Entwicklung für die Gemeinde eintritt“, erklärte Bürgermeister Johannes Petersen, nachdem die Umwandlung des Gebäudes durch einen Investor in Wohneinheiten unterster Kategorie gerade noch abgewendet werden konnte.
Durch ein Vorkaufsrecht mit Festpreis sicherte sich die Gemeinde ein Mitspracherecht bei der weiteren Vermarktung durch den Kreis. Falls die Gemeinde Investoren für das Gelände findet, gilt auch für diese der Festpreis. Und bei einem Verkauf des Geländes erhält die Gemeinde das investierte Geld zurück.
Auflagen des Umweltschutzes haben die Abrisskosten von 50  000 auf zirka 56 000 Euro erhöht und neben organisatorischen Schwierigkeiten der ausführenden Firmen für einen verspäteten Beginn der Arbeiten gesorgt. Wenn der große Abrissbagger die oberen Geschosse niedergelegt hat, entfernt ein handlicheres Gerät den Keller. Der reine Bauschutt wird an Ort und Stelle geschreddert und zusammen mit Kies zum Wiederauffüllen benutzt.
„Wir bieten einem Bauherrn ein vollkommen neutrales und risikofreies Gelände an“, macht der Bürgermeister Werbung für die Fläche. Der Ablauf des Abrisses stehe unter ständiger Kontrolle des staatlichen Umweltamtes. Er rechne mit einem Ende der Arbeiten in zirka 14 Tagen.
Autor: shz.de - ql, 19.06.2009 
Quelle: www.shz.de