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13.05.2009

Struxdorf ist dank seiner Windräder flüssig

Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer, vor allem aus den Erträgen von Windrädern, bescherten der Gemeinde Struxdorf einen erklecklichen Geldsegen. Der Gemeinderat entschied gegen Schuldentilgung und behält den Überschuss lieber auf der hohen Kante.
Struxdorf
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ql


– Dieter Thiesen, Finanzausschussvorsitzender der Gemeindevertretung Struxdorf, hatte bei der Erläuterung der Jahresrechnung auf die gute Einnahmesituation hingewiesen. Der Verwaltungshaushalt schloss mit 893 718 Euro und der Vermögenshaushalt mit 247 787 Euro. Statt des erwarteten Defizits von 51 000 Euro war vor allem durch Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer ein Sollüberschuss von 108 000 Euro entstanden. Der Pegel der Rücklage lag dadurch am Ende des Jahres bei etwa 400 000 Euro. Dem stehen Schuldverpflichtungen von 229 000 Euro gegenüber.

Thiesen empfahl, Schulden in Höhe von 97 000 Euro zu tilgen. Diese Summe ist in einen Vertrag eingebunden, der bis 2019 bei einem Zinssatz von 4,5 Prozent läuft. Er könnte ohne Vorfälligkeitsentschädigung abgelöst werden. „Da das Geld vorhanden ist und es am Kapitalmarkt nur geringe Guthabenzinsen gibt, sehe ich Schuldenablösung als sinnvollen Schritt“, begründete er seinen Vorschlag. Doch bei der Abstimmung hatte er nur Bürgermeister Georg Lass auf seiner Seite. Die übrigen Mandatsträger wollen erst noch abwarten, wie sich der Kapitalmarkt entwickelt. Es wurde befürchtet, dass sich trotz niedriger Leitzinsen die Inflation und damit auch die Schuldzinssätze nach oben bewegen. Und wenn man dann für notwendige Investitionen Kapital bräuchte, müsste man das Geld zu hohen Zinsen aufnehmen.

Einen ersten Teil der Rücklage investierte man in den Kauf des „Landhaus Hollmühle“. Die Gemeinde will das sanierungsbedürftige aber noch nicht baufällige Gebäude weiterhin der Wirtsfamilie zur Verfügung stellen aber dort keine Investitionen mehr tätigen. Auf lange Sicht soll es abgerissen und als Reservegrundstück für neue Bauplätze vorgehalten werden.

Weiteres in Kürze: Alle 60 Straßenlampen des Ortes werden mit Energiesparleuchten ausgerüstet. Rein rechnerisch wird sich diese Investition bereits in zwei Jahren amortisieren. Die Gemeinde Struxorf wird einen Feuerwehrbedarfsplan aufstellen. Der Struxdorfer Ortswehrführer Andreas Christiansen und sein Vertreter Frank Majer sowie der Ekeberger Ortswehrführer Klaus-Peter Andresen wurden von der Gemeindevertretung bestätigt. Durch die Anschaffung von drei Pagern sind alle Atemschutzgeräteträger der Wehr mit derartigen Geräten ausgerüstet.
Autor: shz.de - ql, 13.05.2009 
Quelle: www.shz.de