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22.04.2009

Schuldenabbau und Ausbau des Breitbandnetzes

Das Jahr 2008 konnte die Gemeinde Stolk mit einem Plus abschließen. Ein Teil des Überschusses soll zur Tilgung von Schulden eingesetzt werden. Nicht einig ist man sich im Dorf allerdings über die künftige Nutzung der Windenergie.
Stolk
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stz


– „Wir sind beileibe nicht pleite“, war das Fazit vom Finanzausschuss-Vorsitzenden Friedrich Karde, nachdem er dem Stolker Gemeinderat die Jahresrechnung 2008 vorgestellt hatte. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt wurde auf fast 96 000 Euro angehoben, die freie Finanzspitze beträgt rund 23 000 Euro. Damit erhöhte sich der Rücklagenbestand auf 318 000 Euro. Dem gegenüber steht ein Schuldenstand von 264 000 Euro. Die Gemeindevertretung beschloss die Tilgung eines Darlehens. Die Schulden sollen weiter kontinuierlich abgebaut werden, wurde bekräftigt.

Zwei Themen liegen den Mandatsträgern besonders am Herzen: der Ausbau des Breitbandnetzes und die Windenergie. Zahlreiche Rückläufer einer Fragebogenaktion hatten großen Bedarf an schnellem Internet gezeigt. Man wisse auch schon, wo es Probleme gebe – und wie man diese technisch lösen könne, hieß es dazu. Doch werde man allein nichts unternehmen, sondern sich der Initiative der Aktivregion anschließen.

Ob es einen Bürgerwindpark geben wird, entscheidet der Kreis. Die Gemeinde hatte ihr Einverständnis für einige Flächen erteilt. Daraufhin waren einige Zuhörer zu der Sitzung erschienen, um in der Fragestunde ein „Brodeln an der Basis“ zu signalisieren. Hausbesitzer hätten andere Argumente als Steuereinnahmen und Gewinnmaximierung, hieß es. „Das wird noch ein lebhafter Sommer“, prophezeite Bürgermeister Heiner Paulsen.

Der Röhmker Weg nach Idstedt wird verbreitert, der Grüne Weg erhält eine neue Teerdecke, an der Landesstraße werden „Eingangspforten“ installiert und der Spielplatz am Paleg braucht neue Geräte. Kai Börensen legte den „Dauerbrenner“ Radweg an der Kreisstraße nach Helligbek neu auf. Touristisch sei diese Vernetzung mit dem Ochsenweg als Anbindung Angelns an die ETS-Region notwendig. Ein Ingenieurbüro soll ein Konzept erarbeiten.

Ein solches hätte es auch besser für alle erkennbar im Schulverband geben müssen, kritisierte Hans-Werner Staritz das Abstimmverhalten der meisten Delegierten. Eine „Mutterschule“ für amtsweite Außenstellen sei ohne Rücksprache mit Betroffenen propagiert worden. Aber die Amtsverwaltung könne nicht in zwei Dörfern residieren. Einige Kommunalpolitiker hätten mit der Genehmigung einer Erweiterung des Amtshauses in Böklund frühere Versprechen gebrochen.

Daran schlossen sich Gespräche an, in denen Gemeinschaftsschulen wegen fehlender Kinder für die gymnasiale Oberstufe als „Mogelpackung“ hingestellt wurden. Das Problem der Regionalschule Böklund sei indes die freie Schulwahl der Eltern. Angesichts dieser Unsicherheit sei es verständlich, dass der Schulverband mit seinem Vorstoß in Richtung eigenständige Grundschule die Weichen gestellt habe, hieß es dazu.
Autor: shz.de - stz, 22.04.2009 
Quelle: www.shz.de