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14.10.2008

Abgelehnt: Ein Knickpflegeplan würde Abläufe bürokratisieren

Der Vorschlag, einen Knickpflegeplan zu erstellen, fand keine Mehrheit in der Gemeindevertretung Schaalby. Über einen Beitritt zum Verein „Naturpark Schlei“ wurde noch nicht entschieden.

- Schaalby -
 
Breiten Raum nahm in der jüngsten Sitzung die Diskussion bezüglich eines Antrages der SPD/ Die Grünen zum Naturschutz in der Gemeinde Schaalby ein. Schwerpunktmäßig ging es dabei um das Thema Knickpflege, das im Landesnaturschutzgesetz geregelt ist, den Gemeindevertretern der SPD/Die Grünen jedoch nicht weit genug geht. Ihrer Auffassung nach sollte der Bau- und Wegeausschuss einen eigenen naturschutzrechtlich ausgerichteten Knickpflegeplan für gemeindeeigene Flächen, Wege und Straßen erstellen.

Der Antrag wurde mit den Stimmen der CDU-Fraktion mehrheitlich abgelehnt. In der Begründung heißt es dazu, dass die Beachtung aller gesetzlichen Vorgaben ein selbstverständlicher Grundsatz für die Entscheidungen der Gemeinde ist. Somit würden auch alle Vorgaben des Landes- und Bundesnaturschutzgesetzes eingehalten und darüber hinaus durch freiwillige Pflanzungen die Begrünung gemeindeeigener Flächen nachhaltig verbessert.

Bauausschussvorsitzender Claus Hansen (CDU) unterstrich, dass die Knickpflege entlang der zirka 40 Kilometer umfassenden Gemeindestraßen regelmäßig an fachlich kompetente Firmen vergeben werde, immer mit der Maßgabe, die Sicherung des öffentlichen Verkehrs zu wahren. Er sei froh, dass dies in der Vergangenheit sehr gut funktioniert habe – ein Knickpflegeplan würde die Abläufe unnötig bürokratisieren.

Einmal mehr galt es, über den Beitritt zum Verein „Naturpark Schlei“ zu beraten. Auf Antrag der CDU-Fraktion wird sich die Gemeinde Schaalby die Entscheidung weiter offen halten. Man wolle den Verein im Grundsatz unterstützen und ein geschlossenes Naturparkgebiet ermöglichen, jedoch die planerische Eigenständigkeit behalten. Dies lehnte die SPD/Die Grünen-Fraktion ab. Für sie sei diese Entscheidung mit einem „Nein“ zum „Naturpark Schlei“ gleichzusetzen.

Einvernehmlicher wurde die Stellungnahme des Amtes Südangeln zum Landesentwicklungsplan erörtert. Es werden regionale Bündnisse anstelle von Stadtregionen gefordert, in denen die kommunalen Partner auf Augenhöhe handeln können und die, nicht nur aus Schaalbyer Sicht, dringend notwendige Umlandplanung wieder aufgenommen wird. In den vergangenen Jahren seien bereits Chancen zur Weiterentwicklung des ländlichen Raumes verpasst worden, da Nachfragen nach Flächen für Wohn- oder Gewerbebauung nicht bedient werden konnten, hieß es.

Bürgermeister Eckhard Schröder wies darauf hin, dass die Arbeiten an den Straßendecken der Kreisstraßen 114 und 119 – von Moldenit bis Raiffeisenstraße Schaalby und in Füsing die Schleidörferstraße – in der nächsten Woche beginnen. Sie sollen zum Ferienende fertig sein. Die Anwohner werden noch von der Straßenverwaltung über den Ablauf informiert.

 

Autor: shz.de - bra