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30.10.2017

Auf der Suche nach mehr Wohnraum

Gemeinde Havetoft hat noch ein Kontingent von 18 Einheiten / Planungsbüro soll ermitteln, wo gebaut werden darf

Havetoft

 

 

Im Landesentwicklungsplan ist festgeschrieben, dass sich der Wohnungsbestande von Gemeinden von 2010 bis 2025 um bis zu zehn Prozent vergrößern darf. Das bedeutet für Havetoft, nachdem in den vergangenen sieben Jahren 16 Wohneinheiten entstanden sind noch ein Entwicklungskontingent von 18 Wohnungen. Dabei hat die innerörtliche Bebauung Vorrang, um eine weitere Zersiedelung der Landschaft zu verhindern und die vorhandene Infrastruktur besser auszulsten.

In ihrer jüngsten Sitzung hatte die Gemeindevertretung darüber zu befinden, welches Planungsbüro ermitteln soll, wo unter welchen Auflagen grundsätzlich noch gebaut werden darf. Unter drei Anbietern erhielt eine Firma aus Flensburg für 2250 Euro den Zuschlag.

Etwa so viel kostet auch die restliche Erneuerung der Einzäunung des Havetofter Kindergartens. Die letzten 65 Meter des verrotteten Holzzaunes müssen noch ausgebessert werden. Über das Jubiläum der ADS-Kita Havetoft/Sieverstedt vor wenigen Wochen berichtete Bürgermeister Peter-Hermann Petersen. Mit Spiel- und Bastelangeboten, Kaffee und Kuchen sowie dem Clown Peppino sei ein tolles Programm geboten worden. Leider habe wegen Regens alles nach drinnen verlegt werden müssen.

Weil auf der Warteliste zurzeit 15 Kinder stehen, ist die Führung des Kindergartens beauftragt worden, darüber nachzudenken, ob durch Umplanungen im Gebäude einige Kinder mehr aufgenommen werden könnten. In diesem Zusammenhang lobte der Bürgermeister die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Sieverstedt in den Bereichen Kindergarten, Grundschule und Klärwerk. Beim Letztgenannten haben beide Gemeinden einen Dienstleistungsvertrag mit dem Wasserbeschaffungsverband Nord. Dieser regelt den Einsatz bei Störung der Pumpen, Verstopfung der Leitungen sowie Problemen im Klärwerk. Der Verband möchte nun die kompletten Aufgaben für die Gemeinden übernehmen, wie das Anlagevermögen und das Abwassernetz. „Aber die Leitungen in Havetoft sind noch relativ neu und in einem guten Zustand“, wies Bürgermeister Petersen diese Idee ab. In der Zukunft werde das sicher mal ein Thema.

Zurzeit wird an der Kläranlage ein Stapelbehälter gebaut. Die Gemeinde braucht nämlich mehr Raum für Abwasser, weil die Behälter nicht mehr ganzjährig leer gefahren werden dürfen. Ohnehin sei eine landwirtschaftliche Verwertung nur erlaubt, wenn der Kupferwert nicht zu hoch ist. Das werde durch Zugabe von Kreide erreicht. Vor einem Jahr hierfür ein Silo gebaut zu haben, sei die richtige Entscheidung gewesen, freute sich der Bürgermeister Peter-Hermann Petersen nachträglich.

Bei allen Gemeindevertretern kam Freude auf, als der erste doppische Jahresabschluss für das Jahr 2016 zu beschließen war: Die Ergebnisrechnung schloss nämlich mit einem unerwarteten Überschuss in Höhe von rund 32 000 Euro ab. Weil jedoch aus dem Jahr zuvor noch ein Fehlbetrag von 60 000 Euro vorgetragen wurde, musste die Differenz durch Umbuchung aus der Ergebnisrücklage ausgeglichen werden, die sich somit auf 239 000 Euro beläuft.

Ein Grund für die letztes Jahr besser gewordenen Werte waren Einnahmen von 27 000 Euro durch die Anteile der Gemeinde an Aktien der Schleswig-Holstein Netz AG.

Autor: stz, 30.10.2017 
Quelle: www.shz.de