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29.03.2017

Klappholz spendiert der Wehr neue Jacken

Klappholz

 

Weil die Haushaltsführung auf Doppik umgestellt wurde, mussten unter Beachtung ordnungsgemäßer Buchführung sämtliche Vermögenswerte erfasst werden. Um diese der Kommunalaufsicht vorlegen zu können, beschloss die Gemeindevertretung die Eröffnungsbilanz.

Dabei bezifferte Heike Pohl von der Amtsverwaltung den Wert des gesamten Vermögens mit 1 006 500 Euro. Die liquiden Mittel betragen auf dem Papier rund 232 000 Euro, tatsächlich aber nur 165 000 Euro, was der früheren allgemeinen Rücklage entspricht. Das Eigenkapital wurde zu Beginn des vergangenen Jahres mit 550 000 Euro beziffert.

Den Haushalt für das laufende Jahr erläuterte Finanzausschuss-Vorsitzender Sönke Kroeger. Demnach sinken die Schulkostenbeiträge um 9600 Euro. Für Wegeunterhaltung sind 45 000 Euro eingeplant. Drainagearbeiten am Bürgerhaus werden 5500 Euro verschlingen. Steigen werden der Anteil an der Einkommensteuer um 8000 Euro sowie die Schlüsselzuweisungen um 24 300 Euro.

Alle Vertreter freuten sich über den Reingewinn von 6500 Euro, der nach Abzug aller Kosten von der Dividende der SH-Netz-Anteilsscheine übrig bleibt. Dennoch stehen Erträgen von 528 400 Euro Aufwendungen in Höhe von 566 700 Euro gegenüber, so dass die Differenz als Jahresfehlbetrag ausgewiesen wird.

Dem spontan von Wehrführer Niels Stauch vorgetragenen Wunsch nach neuen Einsatzjacken und einer teuren Lampe für den Atemschutztrupp wurde trotz des Fehlbetrages entsprochen, weil der neue Haushalt bereits entsprechende Ansätze enthielt. Auch die Organisatoren des Kinderfestes brauchen keine Einbußen hinzunehmen: Solange die DRK-Arbeit im Dorf ruht, zahlt die Gemeinde zusätzlich deren Zuschuss.

Nicht um Geld ging es bei der Änderung der Hundesteuersatzung; sie wurde lediglich der geänderten Auffassung des Landes angepasst, nach der Hunde nur aufgrund ihres Verhaltens als gefährlich eingestuft werden können.

Beim Thema „Kameradschaftskasse der Feuerwehr“ folgten die Gemeindevertreter dem landesweiten Muster nur widerwillig und mit einer Änderung: Die Wertgrenze, bis zu der die Feuerwehr selbst entscheiden darf, wurde auf 5000 Euro heraufgesetzt.

Einstimmig bestätigte die Vertretung die Wahl von Sascha Lange zum stellvertretenden Gemeindewehrführer. Bürgermeisterin Dörte Albrecht nahm ihm den Amtseid ab und ernannte ihn zum Ehrenbeamten für die Dauer von sechs Jahren.

Ganz zum Schluss war es überraschend mit der Einmütigkeit vorbei: Bei der Besetzung der Vorstände für die Landtagswahl beschwerte sich Klaus Petersen, dass viele Nicht-Gemeindevertreter eingeteilt waren. „Wir Vertreter sollten uns verantwortlich fühlen“, mahnte er an. Die Bürgermeisterin hielt dagegen, dass andere sich geehrt fühlen und so in öffentliche Aufgaben hineinwachsen würden.

Autor: stz, 29.03.2017 
Quelle: www.shz.de