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27.10.2016

Häuser mit Obergeschoss jetzt erlaubt

Gemeinde ermöglicht neue Bauvarianten für das Stolker Neubaugebiet „Nordring“ – Bungalows bleiben aber tabu
STOLK

 

Die Gemeindevertreter aus Stolk haben die 2. Änderung des Bebauungsplanes „Nordring“ beschlossen, nachdem der Plan erneut öffentlich ausgelegen hat. Dabei war vom Kreis ein Nachweis zur Leistungsfähigkeit des Regenrückhaltebeckens angemahnt worden. Ingenieur Moritz Hass erläuterte in der jüngsten Sitzung der Stolker Gemeindevertreter die neue Berechnung, nach der das Becken ausreichend dimensioniert ist, weil die Volumenvergrößerung einen um lediglich zwei Zentimeter höheren Wasserstand zur Folge hat.

Dafür wird dank der Änderung im Bebauungsplan das Potenzial des 25 Grundstücke umfassenden Standortes besser genutzt und die Attraktivität des Wohngebietes deutlicher herausgearbeitet, indem jetzt in der Südecke sogar zweigeschossige Stadthäuser möglich sind. Eingeschossige Bauten mit Flachdächern sind allerdings nicht vorgesehen.

Die Beseitigung von Regenwasser hat an mehreren Gemeindestraßen in Stolk zu Unterhaltungsarbeiten geführt. Die entsprechenden Haushaltsüberschreitungen waren in den Einzelposten indes nicht so hoch, dass sie genehmigt werden mussten; Bürgermeister Friedrich Karde gab sie lediglich zur Kenntnis.

Und dann stand nur noch ein Beschluss an „über die Optionserklärung der juristischen Personen des öffentlichen Rechts nach dem Umsatzsteuergesetz“. Das Ziel war, dem Finanzamt mitzuteilen, dass für steuerbare Leistungen bis einschließlich 2020 weiterhin das alte Recht angewendet werden soll, nachdem der Bundestag vor einem Jahr eine generelle Ausweitung der Steuerpflicht beschlossen hatte. Doch kurz vor der Abstimmung fand Christian Jürgensen, dass man einen Vorteil hätte, wenn man einen Vorsteuerabzug vornehmen könnte. Nun soll der komplizierte Sachverhalt erst von einer Finanzfachkraft der Amtsverwaltung erläutert werden und wird erneut auf die Tagesordnung der Dezember-Sitzung gesetzt.

Mit weiteren Themen wird sich der Bauausschuss beschäftigen: Etliche der 40 Jahre alten Straßenlampen sind defekt; ihre Köpfe werden Stück für Stück ausgewechselt und dabei auf LED aufgerüstet. Und die Pumpstationen für Abwasser werden ein Thema sein. Für Kopfschütteln sorgte nämlich die Fehlermeldung, dass in der Station „Süderende“ das Gartenstandrohr für den Wasseranschluss abgebrochen ist. Denn dabei kam heraus, dass jede Station für einen Kubikmeter Wasser im Jahr einen eigenen Anschluss mit Zähler hat, für den die Gemeinde voll bezahlen muss.

Erfreulicher war das, was Arnd Schodder über die in Planung befindliche Glasfaserversorgung für schnelles Internet orakelte: Wenn 60 Prozent der Haushalte mitmachten, könnte Stolk mit seinen weitläufigen Außenbereichen bereits in einem Jahr an die Technik der Zukunft angeschlossen sein.

Autor: stz, 27.10.2016 
Quelle: www.shz.de