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10.10.2016

Klares Votum für Brodersby-Goltoft

„Das ist ein cooles Ergebnis“: Bürger entschieden sich gestern für die Fusion der beiden Gemeinden
Goltoft/Brodersby

 

Es ist vollbracht – die Bürger von Brodersby und Goltoft haben gestern mit großer Mehrheit dafür gestimmt, dass die beiden bisher eigenständigen Gemeinden zu einer Einheit verschmelzen sollen. Die neue Gemeinde wird Brodersby-Goltoft heißen und wird am 1. März 2018 zum Leben erweckt.

Die Stimmung in den beiden Dörfern deutet schon lange auf eine Zustimmung hin, dennoch war die Erleichterung groß, als gestern Abend kurz nach 18 Uhr die Stimmen des Bürgerentscheids ausgezählt waren. Der war nämlich sehr deutlich ausgefallen. In Goltoft sprachen sich 113 Bürger für die Fusion aus, 27 stimmten mit Nein. Ähnlich war das Stimmverhältnis in Brodersby: Hier gab es 184 Ja- und 50 Nein-Stimmen. Und weil auch der Anteil der Ja-Stimmen weit mehr als die benötigten 20 Prozent aller Stimmberechtigten ausmachte, brauchte Verwaltungsdirektor Heiko Albert keinen Taschenrechner, um zu einem klaren Ergebnis zu kommen: Die Bürgern haben sich für die Fusion ausgesprochen.

Brodersbys Bürgermeister Bernd Blohm hatte schon mit einem positiven Votum gerechnet: „Es gab in den Verhandlungen im Vorfeld kaum Probleme. Beide Gemeinden ähneln sich doch sehr.“ Dennoch fiel ihm bei der Bestätigung seiner Einschätzung ein Stein vom Herzen. Ähnlich erging es Carmen Marxsen, der Bürgermeisterin von Goltoft. „Das ist ein cooles Ergebnis“, jubelte sie.

Dass mindestens einer der beiden Amtsinhaber nach der nächsten Kommunalwahl mit mehr Bürgermeister sein wird, spielte überhaupt keine Rolle – beide wollten die Fusion, beide haben das Ziel erreicht. Nach der Auszählung der Stimmen wurde das Ergebnis ausgiebig gefeiert.

„Der Vereinigungsprozess von Brodersby und Goltoft hat vor zehn Jahren als zartes Pflänzchen begonnen, als man sich über eine gemeinsame Internetverbindung Gedanken machte“, erinnert sich Goltofts Bürgermeisterin Carmen Marxsen. Doch konkret wurde das Vorhaben erst im letzten Oktober. Da bildeten beide Gemeinden je eine dreiköpfige Arbeitsgruppe, die in drei Arbeitssitzungen feststellte, dass es keine problematischen Unterschiede zwischen den Gemeinden gäbe, die einer Fusion der Gemeinden im Wege stünden.

Gründe für einen Zusammenschluss sahen beide Gemeindevertretungen in ihrer Zukunftsfähigkeit. „Wir haben schon bei der letzten Kommunalwahl die beiden Wählergemeinschaften zusammenlegen müssen, um überhaupt eine Gemeindevertretung zusammenzubekommen“, erklärte Marxsen. Auch bei der Feuerwehr würde in den nächsten Jahren die demografische Entwicklung greifen.

Brodersbys Bürgermeister Bernd Blohm plädiert für eine Fusion, weil man heute den Übergang noch selbst gestalten könne. Es sei abzusehen, dass irgendwann die Randbedingungen so seien, dass eine übergeordnete Stelle dies zwangsweise anordnen könne oder müsse.

In zwei mäßig besuchten Einwohnerversammlungen war das Thema vorgestellt worden. Dabei gab es viel Zuspruch und nur wenig Widerstand zum Thema Fusion. Dieser Eindruck wurde gestern durch die Abstimmung bestätigt. Die Kommunalwahl 2018 wird als gemeinsame Gemeinde durchgeführt.

Autor: Frau Marion Möller, 10.10.2016 
Quelle: ql