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13.06.2016

Haushaltsloch: Tolk erhöht die Steuern

Gemeinderat beschließt Mehrbelastung für Grundstückseigentümer und Hundehalter
Tolk

 

Über den Zuzug von Flüchtlingen freut man sich in Tolk sehr. „Zum Glück werden auch gerade ein paar Tolker geboren, sonst wären wir Gefahr gelaufen, unter 1000 Einwohner zu fallen“, sagte Bürgermeister Andreas Thiessen bei der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter. Die Hälfte der insgesamt zehn Grundstücke im dritten Erschließungsabschnitt des Baugebiets sei schon so gut wie verkauft. Da der Außenbereich schon vor Jahren erschlossen wurde, müssten nun nur noch im Innenbereich Erschließungsarbeiten erfolgen. Voraussichtlich schon Anfang August könne mit dem Bau der Häuser begonnen werden, prognostizierte der Bürgermeister. Als Anreiz zum Kauf der Grundstücke beschlossen die Gemeindevertreter einstimmig, dass auch den Käufern von Baugrundstücken dieses Abschnitts der kostenlose einjährige Kita-Platz zur Verfügung gestellt wird.

Weniger erfreulich ist, dass in Anbetracht des unausgeglichenen Haushalts mit einem Loch von 100 000 Euro die Steuern angehoben werden müssen. Rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres steigen die Hebesätze der Grundsteuer A von 350 auf 370 Prozent, der Grundsteuer B von 370 auf 390 Prozent und der Gewerbesteuer auf 380 Prozent. Die Einwohner werden bis spätestens Ende des Monats schriftlich informiert.

Auch die Hundesteuer steigt. Ab 1. Januar 2017 kostet der erste Hund seinen Halter nun 120 statt vorher 100 Euro. Der zweite Hund kostet 160 statt 140 Euro und alle weiteren 200 statt bisher 180 Euro. Halter von Gefahrenhunden müssen 600 Euro zahlen, 100 Euro mehr als bisher. In Tolk sind offiziell derzeit 78 Hunde gemeldet, doch einige Anwesende bezweifelten dies und es wurde sogar gefordert, die Zahl einmal gründlich zu kontrollieren. Es wurde zudem beschlossen, den Zweitwohnungssteuersatz um 0,5 Prozent auf nun 12 Prozent anzuheben. Eine Mehreinnahme von insgesamt 300 Euro erwartet die Gemeinde dadurch.

Weiteres in Kürze:

 Weil es in der Vergangenheit Auseinandersetzungen bezüglich der Wasserpreise zwischen Gemeinde und Bürgern gegeben hatte, wird der Trinkwasserpreis jetzt vom Wasserverband Südangeln berechnet. „Damit alles gerichtsfest ist,“ sagte Thiessen.

Die Kosten für die an der Kita notwendig gewordenen Fassadenreinigung (8400 Euro) und die Malerarbeiten (4200 Euro) wurden nachträglich einstimmig beschlossen.

In seinem Bürgermeisterbericht sagte Thiessen, dass wohl bis 2019 mit der Fertigstellung des Breitbandnetzes zu rechnen sei. Bis zum Beginn der Herbstferien werde die Bewilligung des Zuschusses erwartet. Zum Stellvertreter der Gemeinde im Breitbandzweckverband wurde einstimmig Gerd Reetz gewählt.

Die Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Südangeln, Heike Mordhorst, stellte sich den Gemeinderatsmitgliedern vor und nannte den jeweils ersten Donnerstag im Monat als den Tag ihrer Sprechstunde. Von 14 bis 15 Uhr stehe sie zu Beratungen und Gesprächen zur Verfügung.

Autor: hsz, 13.06.2016 
Quelle: www.shz.de