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05.03.2016

Vater vereidigt Sohn als Wehrführer

Gemeinde Idstedt ist finanziell gut aufgestellt – Schulden werden abgebaut
IDSTEDT

 

Eigentlich wollte sich Bürgermeister Edgar Petersen wegen Befangenheit aus der Ernennung seines Sohnes Helge Petersen zum Ehrenbeamten als Gemeindewehrführer heraushalten. Das hatte er schon so gehalten, als es um die Wahl innerhalb der Feuerwehr ging. Doch weil sein Stellvertreter in der jüngsten Sitzung des Gemeindeparlaments fehlte, nahm er seinem Sohn selbst den Amtseid ab und ernannte ihn zum neuen Wehrführer, nachdem dessen Wahl bereits im November bestätigt worden war.

Durch die vorgezogene Wehrführerwahl war auch die Neuwahl eines Stellvertreters notwendig geworden. Die Freiwillige Feuerwehr entschied sich in ihrer Jahresversammlung für den bei der Marine in Eckernförde tätigen Berufsfeuerwehrmann Michael Scurla. Dieser Wahl stimmte die Gemeindevertretung Mittwochabend einstimmig zu, konnte ihn aber noch nicht förmlich einsetzen, da er wegen Krankheit fehlte. Das geschah tags darauf anlässlich eines Hausbesuches vom Bürgermeister und einem Zeugen.

Gesprächsbedarf gab es über einen Vertrag mit Nachbargemeinden über die Wahrnehmung von Aufgaben nach dem Kindertagesstättengesetz, mit dem sich zuvor zwei Ausschüsse beschäftigt hatten. Dabei waren im Entwurf redaktionelle Fehler aufgefallen, die nun von der Verwaltung nachgebessert werden. Aber einige Gemeindevertreter hatten sich zudem inhaltliche Änderungen ausgedacht. Amtsdirektor Heiko Albert begründete im Detail, warum die neuen Idee nicht umsetzbar sind. So müssen die anderen Gemeinden, die diesen Vertrag bereits beschlossen haben, nicht noch einmal darüber zu verhandeln.

Erfreuliches gab es über die Kostenrechnung der Wasserversorgung für das vergangene Jahr zu berichten: Weil der Verbrauch gestiegen ist, könnte ein inzwischen aufgelaufenes Minus bis 2017 abgearbeitet werden. Dann wäre eine Senkung der Verbrauchsgebühr auf das vom Wasserbeschaffungsverband vorgegebene Niveau von 40 Cent pro Kubikmeter möglich.

Finanziell sieht es ohnehin gut aus für die Gemeinde: Nach der derzeitiger Finanzplanung geht man von einem Jahresüberschuss von 96 300 Euro aus. „Bis Ende dieser Legislaturperiode könnten wir schuldenfrei sein“, frohlockte Petersen.

Autor: stz, 05.03.2016 
Quelle: www.shz.de