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14.12.2015

Höhere Kosten für die Kinder

Süderfahrenstedt schafft keinen ausgeglichenen Haushalt / Gemeinde will wachsen
Süderfahrenstedt

 

Das neue doppische System der Haushaltsführung erläuterte Sonja Carstensen von der Amtsverwaltung den Süderfahrenstedter Gemeindevertretern. Künftig werde die Finanzsituation der Gemeinde nicht mehr an der allgemeinen Rücklage gemessen, sondern am Ergebnisplan mit seiner Gewinn- und Verlustrechnung. In ihm seien auch Abschreibungen zu erkennen. Nur wenn hier die Erträge die Summe der Aufwendungen erreichten, habe man einen ausgeglichenen Haushalt.

Das schafft Süderfahrenstedt im nächsten Jahr nicht: Den Erträgen von 629 700 Euro stehen Aufwendungen von 648 800 Euro gegenüber, so dass der Unterschied als Jahresfehlbetrag ausgewiesen wird.

Sämtliche Einnahmen bleiben gegenüber diesem Jahr nahezu unverändert; auch die Hebesätze für die beiden Grundsteuern (340 Prozent) und die Gewerbesteuer (350 Prozent) ändern sich nicht. Doch es steigen einige Ausgaben – zum Beispiel die Schulverbandsumlage um 13 000 Euro auf dann 65 500 Euro. Die Kosten für die Kindertagesstätte in Böklund steigen sogar von 52 000 Euro auf 68 200 Euro, und das, obwohl die Zahl der Kinder aus Süderfahrenstedt gleich bleibt. Aber die aus den anderen Gemeinden sinkt, und daher steigt der relative Anteil für Süderfahrenstedt.

Trotzdem bleibt noch Geld für Investitionen wie die 20 000 Euro für Renaturierungsmaßnahmen im Diekermoor (weil sie vollständig bezuschusst werden) sowie 7000 Euro für die Digitalisierung von Funk und Alarmierung der Feuerwehr. Auch 800 Euro für Jugenderholungsmaßnahmen tauchen erstmals im Haushalt auf, weil man diese Aufgabe neu vom Amt übernommen hat.

Dafür hat die Gemeindevertretung die Planungsphase zum Ausbau schneller Internetzugangsmöglichkeiten an das Amt Südangeln abgegeben. Jetzt könne schnell eine Markterkundung durchgeführt werden; danach laufe das Verfahren wohl auf einen Zweckverband hinaus, meinte Bürgermeister Heinrich Mattsen. Unter Einrechnung von Zuschüssen lässt sich die Gemeinde das bis zu 3000 Euro kosten.

Neu im Haushalt taucht der Begriff „Ortsplanung“ auf, für den 5000 Euro veranschlagt sind. Zuvor hatten die Vertreter nämlich entschieden, Innenentwicklungspotenziale bewerten zu lassen. Dabei geht es vornehmlich um eine Fläche im Bereich Pappelweg, die der Gemeinde als Bauland in Aussicht gestellt wurde. Gern würde sich die Gemeinde am Weg nach Böklund erweitern – auch um dem Bevölkerungsrückgang Einhalt zu gebieten. Bei nur noch 470 Einwohnern (vor zehn Jahren noch 539) fließen weniger Schlüsselzuweisungen in die Gemeindekasse.

Autor: Frau Marion Möller, 14.12.2015 
Quelle: www.shz.de