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15.07.2015

Twedt profitiert von guter Wirtschaftslage

Ausgeglichener Haushalt und Plus bei den Rücklagen dank Gewerbesteuer und dem Verkauf von Grundstücken
Twedt

 

Ein Plus bei der Gewerbesteuer beschert der Gemeinde Twedt einen ausgeglichenen Haushalt 2014. Ein erwartetes strukturelles Defizit von 46 200 Euro ist nicht eingetreten, dem Verwaltungshaushalt mussten deshalb auch keine Mittel zugeführt werden. Stattdessen flossen 15 600 Euro vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt. Schattenseiten der höheren Einnahmen sind die deshalb künftig mehr zu zahlenden Umlagen und die geringer ausfallenden Schlüsselzuweisungen.

Einmütig genehmigten die Vertreter die Jahresrechnung, die sich ausgeglichen im Verwaltungshaushalt auf 718 000 Euro und im Vermögensbereich auf 183 700 Euro beläuft. Die Rücklage ist auf 156 800 Euro gestiegen, weil ihr ein Sollüberschuss von 135 000 Euro zugewiesen wurde. Dieser Betrag fiel unter anderem deshalb so hoch aus, weil die Gemeinde zwei Grundstücke verkauft hat.

Weil auch etwas vorangebracht werden soll in der Gemeinde, befassten sich die Vertreter mit Ausgaben: Die Eilentscheidung von Bürgermeister Alexander Schmidt, für etwa 5000 Euro ein neues Tor im Feuerwehrhaus einbauen zu lassen, wurde nachträglich genehmigt. Nach Sichtung mehrerer Angebote erteilten die Gemeindevertreter einer ortsbekannten Firma für 13 700 Euro den Auftrag zur Erneuerung der Fassadenverkleidung am Bürgerhaus. Weil bis 2022 alle Bushaltestellen mit Unterstand barrierefrei hergerichtet sein müssen, wird die Zuwegung beim Bürgerhaus entsprechend angepasst. Nach Abzug eines Kreiszuschusses bleiben für Twedt Kosten von 2100 Euro.

Außerdem muss die Straße „Hörneck“ saniert werden: In ausgefahrenen Kurven und geschädigten Banketten werden Rasengittersteine verlegt, eine vorhandene Rinne soll mit Muldensteinen aus Beton um 22 Meter verlängert werden. Darüber hinaus nimmt sich der Schwarzdeckenunterhaltungsverband des Weges an. Der Gemeindeanteil an den Kosten liegt dennoch bei 4800 Euro. Für nächstes Jahr ist die Sanierung der „Scholderuper Straße“ in Aussicht gestellt, wenn die Nachbargemeinde Taarstedt hierbei mitmacht.

Durch den Rücktritt von Maike Röhling als bürgerliches Mitglied im Ausschuss für Kultur, Jugend und Sport aus persönlichem Grund in der vorherigen Sitzung wurde eine Nachwahl erforderlich. Zu Röhlings Nachfolger wählte die Versammlung einstimmig Ralph Petersen in dieses arbeitsintensive Gremium.

Auf Anfrage seitens der Einwohner zum Verfahrensablauf eines möglichen Repowering der Windräder in Tolkschuby teilte Bürgermeister Alexander Schmidt mit, dass man zur Klärung der Rechtslage einen Antrag ans Land gestellt habe. Ein Ergebnis werde bis Mitte August erwartet. Vor der Antwort aus Kiel gebe es keinen Aufstellungsbeschluss zur Einleitung einer Änderung des Bebauungsplanes. Im Übrigen würden alle weiteren Schritte in öffentlichen Sitzungen der Gemeindevertretung behandelt.

Autor: Hans-Werner Staritz, 15.07.2015 
Quelle: www.shz.de