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04.02.2015

Lange Warteliste für Neuberender Kita: Gemeinde will anbauen

Neuberend

 

Nach der Schließung der Gaststätte in Neuberend kam die Gemeindevertretung erstmals im Feuerwehrgerätehaus zusammen. Dort standen mehrere Bauvorhaben auf der Tagesordnung. Vorangetrieben wurde die Änderung des Bebauungsplans Schulweg, damit die ehemalige Schule, die am Wochenende den neuen Besitzern übergeben wurde, zu Wohnungen umgebaut werden kann. Beim Bauvorhaben Feuerwehrgerätehaus mit angeschlossenen Gemeinschaftsräumen ergab das Bodengutachten, dass der Bodenaustausch Mehrkosten in Höhe von 12 500 Euro verursache. Ziel bleibt es, dass der Neubau Ende des Jahres fertig ist. Voran geht es auch im Neubaugebiet, wo die Erschließungsarbeiten für den zweiten Bauabschnitt Anfang April beginnen und bis zum 31. Juli abgeschlossen sein sollen. „Ab August können die Häuser gebaut werden“, schloss Carsten Mees, Vorsitzender des Bauausschusses.

Ein weiterer Diskussionspunkt war die Kindertagesstätte. Die Einrichtung, in der derzeit 48 Kinder betreut werden, platzt aus allen Nähten. Einer der Gründe ist die gestiegene Nachfrage bei Eltern von Kindern unter drei Jahren, deren Betreuungsquote mittlerweile bei knapp 50 Prozent liege. Als kurzfristige Maßnahme stimmten die Gemeindevertreter einer Tagespflegestelle zu, in der „drei Kinder in einem Kleingruppenraum betreut werden, der als Personalraum genutzt wurde“, so Bürgermeister Hans-Helmut Guthardt. Für das nächste Jahr stünden bereits zehn Kinder auf der Warteliste, daher wolle man als langfristige Lösung einen dritten Gruppenraum anbauen, fuhr er fort. Da bis zu 80 Prozent der geschätzten Baukosten in Höhe von 170 000 Euro aus staatlichen Mitteln gefördert werden, „ist eine Containerlösung auch nicht günstiger als ein Anbau“, sagte Christina Orth.

Nachdem der Anbau einstimmig beschlossen worden war, folgte die Auftragserteilung an den Architekten Peter Paustian, der bereits für das neue Feuerwehrgerätehaus verantwortlich ist. Als Carsten Mees bemängelte, dass man keine Angebote einholen wolle, entgegnete Christina Orth: „Wir müssen schnell sein, um die Förderung zu bekommen. Eine Ausschreibung würde dies verzögern.“ Bürgermeister Guthardt ergänzte: „Womöglich wäre dann die Förderung weg.“ Mit einer Enthaltung wurde der Auftrag an Paustian erteilt.

Autor: kra, 04.02.2015 
Quelle: www.shz.de