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15.12.2014

Nübel hat Geldsorgen

Nübel

 

Auf der jüngsten Sitzung der Nübeler Gemeindevertretung machte schon der Bericht von Bürgermeister Jürgen Augustin deutlich, dass das neue Jahr in finanzieller Hinsicht nicht rosig wird. So gab es die unerfreuliche Nachricht für die Bürger gleich vorweg: Der Abwasserpreis steigt auf 35 Cent pro Kubikmeter. Auch die gewählten Vertreter werden zur Kasse gebeten: Die neue Entschädigungssatzung kürzt Zusatzleistungen an den Bürgermeister, zudem erhalten alle Gemeindevertreter ein Sitzungsgeld in Höhe von nur noch 75 Prozent des Höchstsatzes.

Einbußen hat auch die Gemeinde, die aufgrund des kommunalen Finanzausgleichsgesetzes voraussichtlich 9000 Euro weniger im Jahr erhalten wird. „Das tut uns richtig weh“, sagte Augustin. „Zumal die Haushaltsentwicklung schon jetzt eine Katastrophe ist“, wie er kommentierte. Während der für 2015 geplante Vermögenshaushalt 141 600 Euro umfasst, weist der Verwaltungshaushalt mit 1 443 300 Euro ein strukturelles Defizit von 42 800 Euro auf, wie die Finanzausschussvorsitzende Birgit Hansen erklärte. Und das, obwohl die Gemeinde durch Beendigung des Kita-Verbundes 40 000 Euro an Kosten einspart.

Man könne zwar mit dem Defizit leben und habe bisher am Jahresende immer die schwarze Null hingekriegt, so Augustin. „Dennoch ist es erschreckend, dass wir für unsere hoheitlichen Aufgaben kein Geld haben.“ Dazu zählt die Schule, die derzeit von 60 Kindern besucht wird. „Die Schulkosten gehen immens nach oben und betragen zwischen 1400 und 3000 Euro pro Kind und Jahr.“

Doch nicht nur der Unterhalt der Schule werde schwierig, auch der der Straßen. So muss die Gemeinde die Pflege mehrerer Radwege übernehmen, die bisher vom Kreis unterhalten wurden. Einer davon sei in sehr schlechtem Zustand – und das sei nur die Spitze des Eisbergs, gab der Bauausschussvorsitzende Peter Ohl zu bedenken: „Es gibt einen Investitionsstau, den wird abarbeiten müssen“

Zwar könne man den Haushalt zurzeit noch durch den Verkauf von Baugrundstücken ausgleichen, doch irgendwann gebe es nichts mehr zu verkaufen. Daher betonte der Bürgermeister: „Wir müssen sparsam mit der Ressource Geld umgehen. Alles was wir tun, ist für die nächste Generation.“ Sogleich ergänzte er: „Die Gemeinde Nübel ist schuldenfrei.“

Autor: kra, 15.12.2014 
Quelle: www.shz.de