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01.10.2014

Einfach fällen geht nicht

Gemeinde Struxdorf beseitigt Kastanie ohne Genehmigung – und verärgert die Untere Naturschutzbehörde 

Struxdorf

 

In einen Konflikt zwischen Verkehrssicherungspflicht und Naturschutz begab sich die Gemeinde Struxdorf, als sie eine von den Stürmen der Vergangenheit geschädigte alte Kastanie fällen ließ. Bürgermeister Dieter Thiesen berichtete der Gemeindevertretung, dass die Untere Naturschutzbehörde bemängelt habe, dass hierzu keine Genehmigung eingeholt worden sei. Diese wäre vermutlich bei Antrag erteilt worden – aber nicht vor dem 1. Oktober.

Als Ersatz für den gefällten Baum werden an anderer Stelle der Gemeinde zwei Linden gepflanzt. Für zwei weitere, ebenfalls die Verkehrssicherheit gefährdende Kastanien muss erst ein Gutachten eingeholt werden, bevor eine Fällgenehmigung erteilt wird.

Unterdessen beschlossen die Gemeindevertreter einstimmig die vom Amtsausschuss vorgeschlagenen Maßnahmen zur Umsetzung des Paragrafen fünf der Amtsordnung. Dabei bleiben die Wirtschaftsförderung, die Förderung des Tourismus, die integrierte ländliche Entwicklung und die Förderung von Jugenderholungsmaßnahmen beim Amt Südangeln. Die Klärschlammentsorgung wird auf die Gemeinde Böklund übertragen.

In weiteren öffentlich-rechtlichen Verträgen mit den anderen Gemeinden des Amtes wird die Finanzierung der Volkshochschule Südangeln, die Übernahme von Bestattungskosten sowie die Finanzierung der Jugendfeuerwehren geregelt. Weiteres in Kürze: Die Mandatsträger erteilten das gemeindliche Einvernehmen zum Bau eines Funkturms für LTE und Mobilfunk im Bereich Haffmoor. Der Turm wird von Vodafone gebaut, erlaubt aber auch die Anbringung der Antennen anderer Anbieter.

Die Reparaturen am Spielplatz von Struxdorf werden im nächsten Frühjahr in Eigenleistung ausgeführt. Die Gemeinde stellt 2000 Euro für Materialkosten zur Verfügung. Struxdorf beteiligt sich an der Kooperation der Umlandgemeinden mit der Stadt Schleswig.

Autor: Claus Kuhl, 01.10.2014 
Quelle: www.shz.de