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06.11.2013

Struxdorf prüft Investition in DSL-Ausbau

Für nur 50 000 Euro könnte die Gemeinde dank einer neuen Technik die bestehenden Kupferkabel für schnelle Internetverbindungen nutzen
Struxdorf

 

Interessantester Teil der Gemeindevertretersitzung von Struxdorf war ein Antrag der SPD-Fraktion, der erst zu Beginn der Sitzung aus Dringlichkeitsgründen in die Tagesordnung aufgenommen wurde.

Dirk Dmoch stellte dazu ein Konzept vor, wie Struxdorf zum Schnäppchenpreis von 50 000 Euro an das Hochgeschwindigkeits-Datennetz angeschlossen werden könne. Basis ist die technische Neuerung „VDSL-Vektoring“, mit der auf den örtlichen Hausanschlussleitungen aus Kupfer ähnliche Übertragungsgeschwindigkeiten wie bei Glasfaserleitungen erzielt werden können. Der Ausbau wird vom Land mit einem Zuschuss von 75 Prozent gefördert. Im Falle von Struxdorf würde das bedeuten, dass bei geschätzten 200 000 Euro Gesamtkosten der Gemeinde ein Eigenanteil von 50 000 Euro verbliebe. Die Krux der Förderung besteht darin, dass dafür jährlich nur drei Millionen Euro vom Land zur Verfügung stehen, die nach dem so genannten „Windhundprinzip“ verteilt werden. Das heißt, die ersten Antragssteller erhalten die volle Förderung – alle anderen nichts.

Um zu den Ersten zu gehören, schlug Dmoch vor, einen erfahrenen Berater einzuschalten, der ihm bereits am Telefon eine hohe Wahrscheinlichkeit für die Förderung in Aussicht gestellt habe. Dessen Kosten lägen bei 2850 Euro.

Bürgermeister Dieter Thiesen wollte aber auf Basis der vorliegenden Information auch unter Zeitdruck keine Entscheidung der Gemeindevertretung für oder gegen die Umsetzung dieses Konzeptes herbeiführen. Auf seinen Vorschlag hin wird das Konzept nun zunächst durch den Finanzausschuss mithilfe des IT-Spezialisten des Amtes Südangeln geprüft. Kommt von dort grünes Licht, wird Thiesen, um die Fristen zu wahren, den Auftrag im Rahmen seiner Auftragsvollmacht erteilen, da die nächste Gemeindevertretersitzung erst für das neue Jahr geplant ist.

Christine Kracht, Mitglied des Kirchenvorstands, rückte die Haushaltslage des Friedhofs in Struxdorf in ein besseres Licht. Dieser war in den letzten Jahren immer stärker in die roten Zahlen geraten und hatte bereits Zuschüsse der Kommune eingefordert. In minutiöser Kleinarbeit hatte Kracht gemeinsam mit Kollegin Grit Bliesmer jeden Buchungsvorgang überprüft und dabei Fehlbeträge entdeckt, die dem ebenfalls zur Kirchengemeinde gehörenden Friedhof in Schnarup-Thumby zugeflossen waren. Nach Korrektur dieser Buchungen stellte sich heraus, dass der Friedhof in Struxdorf in den vergangenen Jahren sogar kleine Gewinne erzielte. Ähnliches kann in Zukunft nicht wieder passieren, da die Kirchengemeinde beide Friedhöfe künftig als wirtschaftliche Einheit führen will.

Weiteres in Kürze: Laut Finanzausschussvorsitzendem Martin Diedrichsen ist die finanzielle Lage Struxdorfs besser als zu Jahresbeginn angenommen. Statt eines Defizits von 50 000 Euro bei der Gewerbesteuer wird ein positives Ergebnis erwartet. Die „Satzung über Stundung, Niederschlagung und Erlass von Ansprüchen der Gemeinde Struxdorf“ wurde der Mustersatzung und den Werten der Hauptsatzung angepasst. Die Sitte der Straußniederlegung auf den Gedenkplatten der Gefallenen am Volkstrauertrag wird beibehalten. Die 114 Sträuße werden in diesem Jahr von den Pfadfindern gebunden. Bürger, die Interesse an Brennholz aus Windbruch haben, können sich bei Jörg Mangelsen unter Telefon 04623 / 620 melden.

Autor: ql, 06.11.2013 
Quelle: www.shz.de