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28.11.2012

Goltoft stampft Pläne für Dorfhaus ein

300 000-Euro-Kostengrenze überschritten – Gemeinde stoppt die Planungen / Wunsch nach Versammlungsraum bleibt unerfüllt
Goltoft

 

Auch wenn die Notwendigkeit eines zentralen Versammlungsortes in Goltoft immer noch als wichtig angesehen wird, stoppte die Gemeindevertretung auf ihrer jüngsten Sitzung die Planung und den Bau eines Dorfgemeinschaftshauses. Bereits in der vorangegangenen Sitzung waren die Ausschreibungsergebnisse für den etwa 80 Quadratmeter großen Neubau erwogen und als zu teuer befunden worden (wir berichteten). Inzwischen ist sicher, dass die Kosten für den Bau die 300 000-Euro-Grenze auf jeden Fall überschreiten werden. Zusätzlich müsste auch noch eine Abwasserleitung verlegt werden. Außerdem ist für die Erlangung einer Baugenehmigung ein Schallgutachten erforderlich. Veranschlagt hatte man 250 000 Euro Gesamtkosten, in denen auch ein Umbau des Feuerwehrgerätehauses mit eingeschlossen sein sollte.
Der Gedanke, das Bauvolumen – und somit die Baukosten – zu verringern, wurde verworfen, da dann das Gebäude seinen eigentlichen Zweck, nämlich als Versammlungshaus zu dienen, nicht mehr erfüllen könnte. Deshalb nahm die Gemeindevertretung einstimmig Abschied von dem Projekt. Das Schallgutachten wird nicht in Auftrag gegeben und die davon abhängige Baugenehmigung wird nicht erteilt.
„Es besteht aber bei allen Gemeindevertretern und einem Großteil der Dorfbewohner der Wunsch, ein Dorfgemeinschaftshaus, gleich in welcher Form, zu bekommen“, erklärte Bürgermeister Hans-Joachim Thomsen. Deshalb rief er die Goltofter dazu auf, den Gemeindevertretern Vorschläge und Anregungen zum Thema mitzuteilen. Das sei auch auf der nächsten Gemeindevertretersitzung am Montag, 5. Dezember, ab 20 Uhr im Gemeindehaus Brodersby möglich, so Thomsen.Weiteres in Kürze: Für die amtlich vorgeschriebene Dichtheitsprüfung des Schmutzwasserkanalnetzes wurde der Auftrag für die Ausschreibung an die Ingenieurgesellschaft Nord vergeben. Bürgermeister Thomsen erhielt die Vollmacht, dem günstigsten Anbieter den Auftrag zu erteilen. Im Rahmen der Sammelbestellung des Kreises wurden für die Freiwillige Feuerwehr Goltoft ein im Fahrzeug zu installierendes sowie sechs mobile digitale Funkgeräte im Gesamtwert von etwa 4000 Euro bestellt. Der Auftrag für den Winterdienst geht wie im vergangenen Jahr an die Firma Lüdrichsen. Die Gemeinde führt ein Zweitalarmierungsystem für die Freiwillige Feuerwehr per SMS ein, wie es bereits in Nübel praktiziert wird. Die Gemeinde beteiligt sich an einer Sanierung der Sanitärräume des Kindergartens Ulsnis mit etwa 3000 Euro.
Autor: ql, 28.11.2012 
Quelle: www.shz.de