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12.11.2012

Schulsanierung belastet Amtshaushalt

Südangeln verbuchte 2011 Mehreinnahmen und sparte bei Personalkosten / Für 2013 Investitionen in EDV-Zubehör und Rasenmäher vorgesehen
Böklund 

Die Jahresrechnung 2011 des Amtes Südangeln schließt dank Einsparungen und Mehreinnahmen positiver als erwartet, wie der Amtsausschuss Südangeln auf seiner jüngsten Sitzung feststellen konnte. Zu Buche stehen 2,65 Millionen Euro im Verwaltungs- und 808 139 Euro im Vermögenshaushalt. Allein 49 000 Euro wurden an Personalausgaben eingespart. Mehrausgaben von 32 754 Euro erforderte der Umbau des Amtshauses. Es ergibt sich ein Sollüberschuss von 57 142 Euro, der der allgemeinen Rücklage zugeführt wird.
Die Rohrsanierung und Sanierung der Sanitär- und Umkleideräume an der Schaalbyer Schule machten die Verabschiedung eines Nachtragshaushaltes für dieses Jahr erforderlich. Obwohl das Ausschreibungsergebnis mit 137 000 Euro deutlich unter den geschätzten Kosten liegt, reichen die Rücklagen der Schule nicht zur Begleichung der Rechnung aus. Der Fehlbetrag soll durch eine Kreditaufnahme von 37 000 Euro finanziert werden.
Der Amtshaushalt des kommenden Jahres geht im Wesentlichen von den Ansätzen dieses Jahres aus – mit Anpassung der Personalkosten an die Tariferhöhungen. Der Verwaltungshaushalt beläuft sich auf 2,56 Millionen Euro. Die Amtsumlage beträgt 15,3 Prozent, die Zusatzumlage 0,89 Prozent und die Umlage SGB II 2,09 Prozent. Der Vermögenshaushalt wird auf 193 700 Euro festgelegt. Wesentliche Investitionen sind die Anschaffung zweier Rasenmähertraktoren und EDV-Zubehör, kosten jeweils je 30 000 Euro.
Im Schulhaushalt des Jahres 2013 entfällt durch Schließung des Schulstandortes Neuberend die Nutzungspauschale. Überschüsse der Photovoltaik-Anlagen auf den Schuldächern werden zur Tilgung von Darlehen eingesetzt. Da keine größeren Investitionen anstehen, konnte die Schulumlage um 11 600 Euro auf 559 000 Euro reduziert werden. Der Verwaltungshaushalt der Schulen in Schaalby, Tolk und Nübel wurde auf 970 900 Euro, der Vermögenshaushalt auf 45 200 Euro angesetzt.
Der Amtsausschuss beschloss, den fusionierten Schulen einen gemeinsamen Namen zu geben. Sie heißen jetzt Boy-Lornsen-Schule Südangeln. Die Vertreter Neuberends stimmten dagegen, weil ihrer Meinung nach die Namensfindung nicht korrekt abgelaufen war. Neuberends Bürgermeister Hans-Helmut Guthardt beklagte auch die Konsequenzen der Schulschließung, die den Kindern längere Schulwege und der Gemeinde einen Einnahmeausfall von 23 000 Euro durch Wegfall der Nutzungspauschale auferlege. Außerdem müsse Neuberend auch noch 3500 Euro mehr an Schulumlage bezahlen. Offene Ohren fand er dazu beim leitenden Verwaltungsbeamten Heiko Albert. „Man muss überlegen, ob die Schließung eines Schulstandortes nur Sache der Gemeinde oder ein Amtsproblem ist“, stellte er in den Raum.Die Wahl des Amtswehrführers Klaus Uck und seines Stellvertreters Lothar Beusen wurde bestätigt und beide wurden zu Ehrenbeamten ernannt. Uck gab bekannt, dass eine Amtswehrführungsstelle gebildet werde, die bei regional begrenzten Katastrophen die Einsatzleitung übernehmen könne. Auch sprach er das Problem der Unterbringung der Jugendfeuerwehr an. Die Bürgermeister verständigten sich mit ihm darauf, dass ein Kostenvoranschlag für eine Containerlösung vorgelegt werden solle, über die man dann entscheiden werde.
Autor: ql, 12.11.2012 
Quelle: www.shz.de