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18.08.2012

Baufällige Gebäude stören Optik des Dorfes

Stolk sucht Kontakt zu Hausbesitzern und will Förderfähigkeit für einen möglichen Abriss prüfen
Stolk

 

Um endlich mal wieder ein Grundstück verkaufen zu können, hat der Gemeinderat Stolk eine Änderung des Bebauungsplans „Nordring“ beschlossen: Dort werden die nördlichen Grundstücke den inzwischen veränderten Zielvorstellungen angepasst und ein Fußweg nach Westen verschoben. Den entsprechenden Ingenieurvertrag abzuschließen war danach ein schneller „Selbstgänger“.
Viel länger dauerte es, über alte Häuser im Ort nachzudenken: Ehemals stattliche Anwesen seien seit Jahren zu Ruinen verkommen. „Dieses öffentliche Bild mag keiner mehr leiden“, zeigte sich Bürgermeister Heiner Paulsen besorgt über die Optik des Dorfes. Durch den demographischen Wandel sowie die moderne Ausrichtung in Ballungsgebiete werde sich dieser Negativtrend noch verstärken.
Dabei sei das durchaus kein Problem von Stolk allein – hier falle es an der vielbefahrenen Landesstraße nur besonders auf. Man wolle dem Verfall nicht weiter tatenlos zusehen, war die einhellige Meinung. Da es sich aber um Privatbesitz handle, fiel keinem etwas Besseres ein, als dass Bürgermeister Heiner Paulsen und Bauausschuss-Vorsitzender Kai Börensen mit den auswärtigen Besitzern erste Gespräche führen sollen.
Wirkliche Hilfe könne nur „von oben“ kommen: Es müsste ein nationales Förderprogramm geben, durch das Privatleute einen Zuschuss zum Abriss ihres verfallenen Besitzes erhalten könnten. Tatsächlich will die Gemeinde weiter an dieser Idee arbeiten und sich im Verbund der Aktivregion ein stärkeres Gewicht verschaffen.
Über diese Region fließen im nächsten Jahr 55 Prozent Zuschuss für das Pilotprojekt „Ausbau des Gemeindeverbindungsweges Stolkerfeld – Idstedt“. Auf diesem Fernwander- und Radweg muss Begegnungsverkehr mit den großen landwirtschaftlichen Maschinen sicherer gemacht werden. Für die Verstärkung und Verbreiterung auf bis zu 4,75 Meter ist eine Kooperation mit Idstedt nötig, die nach kontroverser Diskussion bei einer Enthaltung beschlossen wurde.Gleich nach dieser Entscheidung, den gemeindlichen Anteil von 40 364 Euro für den Röhmker Weg zu zahlen, wurde diskutiert, wie man Einsparungen bei Investitionen vornehmen könne. Konkretes fand man hierzu nicht. Aber Leitender Verwaltungsbeamter Heiko Albert riet, sich verstärkt mit Nachbargemeinden zusammenzutun, um sich zu ergänzen. Außerdem müsse man sich um eine Verbesserung der Einnahmen kümmern, meinte Finanzausschussvorsitzender Friedrich Karde. Sein diesbezüglicher Vorschlag fand offene Ohren: Wenn Süderfahrenstedt die beiden Windenergieanlagen beim Wasserwerk durch den Bürgerentscheid in vier Wochen ablehne, wolle sich das nur wenige hundert Meter entfernte Stolk anbieten. Das damit verbundene Steueraufkommen gebe der Kommune mehr Handlungsspielraum.
Autor: stz, 18.08.2012 
Quelle: www.shz.de