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22.06.2012

Reitanlage für „Gut Fahrenstedt“

Böklunder Gemeinderat verabschiedet Änderung des Flächennutzungsplans / Abwassergebühren werden erhöht
Böklund

 

Mit einer Änderung des Flächennutzungsplans und der Aufstellung eines Bebauungsplans will Böklund die touristischen Ambitionen des Besitzers von „Gut Fahrenstedt“ unterstützen. Der Grund des vor den Toren des Ortes gelegene Gut ist heute als Fläche für landwirtschaftliche Nutzung ausgewiesen. Doch wird Landwirtschaft dort nicht mehr betrieben. Der Besitzer möchte die touristische Komponente des Gutes stärken und gleichzeitig das Gelände für Reiter attraktiv machen.
Bisher befinden sich im augenfälligen, denkmalgeschützten Torhaus vier und im ebenfalls dem Denkmalschutz unterliegenden Haupthaus sechs Ferienwohnungen sowie die Besitzerwohnung. Zusätzlich soll ein weiteres Gebäude an das Haupthaus mit sechs Ferienwohnungen angebaut werden. Neue Stallungen und eine Reithalle sollen errichtet, ein Reitplatz und andere für Pferde geeignete Einrichtungen angelegt werden. Dazu sollen auch alte Gebäude abgerissen werden. Alle Änderungen unterliegen der Freigabe des Denkmalschutzes und – mit Blick auf eine vorhandene Fledermaus-Population – auch dem Naturschutz.
Die Gemeindevertretung verabschiedete den Entwurf der Änderung des Flächennutzungsplans bei einer Enthaltung unter dem Vorbehalt, dass dadurch die Nutzung der angrenzenden Gemeindeflächen nicht beeinträchtigt wird. Der zugehörige Bebauungsplan wurde mit einer Gegenstimme angenommen.
Nach sieben Jahren ohne Veränderungen hatte die Kalkulation der Abwassergebühren ergeben, dass zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Anlagen die Gebühren für die Abwasserentsorgung in Böklund angehoben werden müssen. Für häusliche und gewerbliche Normaleinleiter klettert der Kubikmeterpreis von 0,82 auf einen Euro – im Vergleich zu anderen Gemeinden immer noch ein paradiesischer Wert. Der Sonderpreis für die Firma Böklunder Plumrose steigt von 1,17 auf 1,25 Euro. Amtskämmerer Bruno Heller begründete die verschiedenen Preise mit der Mengenkalkulation, Nutzung der Rohrleitungen und sonstigen technischen Unterschieden.Bürgermeister Johannes Petersen zeigte sich bei der Mietkalkulation für das neue Krippenhaus großzügig. Für das etwa 400 Quadratmeter große Gebäude, das etwa 450 000 Euro gekostet hat, schlug er eine Monatsmiete von 600 Euro vor, die von den beteiligten Gemeinden zu zahlen ist. Die einstimmig akzeptierte Umlage kommt dadurch zustande, dass ein Großteil des eingesetzten Geldes aus Zuschüssen der Bundesregierung stammt.
Autor: ql, 22.06.2012 
Quelle: www.shz.de