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07.04.2012

Neuberend:Fernwärme sollte stärker genutzt werden

Neuberend

 

Die Gemeinde Neuberend schafft für 1974 Euro ein Geschwindigkeitsmessgerät an, das an wechselnden Standorten schnelle Autofahrer zu sicherheitsbewusster Fahrweise veranlassen soll. Das beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung, ebenso wie den Austausch von Fenster-Elementen am Jugendhaus. Diese Erneuerung schlägt nach Auskunft des Bauausschuss-Vorsitzenden Arnt Rathjen mit knapp 4000 Euro zu Buche.
Die Entscheidungen fielen schnell, denn das Geld ist in der Gemeinde derzeit nicht knapp: Die vom Finanzausschuss-Vorsitzenden Hans-Dieter Schmidt erläuterte Jahresrechnung 2011 ergab gestiegene Einnahmen dank höheren Gewerbesteueraufkommens sowie mehr Anteilen an der Einkommenssteuer. So konnten das zunächst mit 28 900 Euro veranschlagte strukturelle Defizit auf Null vermindert und 66 000 Euro dem Vermögenshaushalt zugeführt werden. Auch die allgemeine Rücklage wuchs um den Sollüberschuss von 103 881 Euro.
Anders sieht es dagegen aus bei den Gebühren für Frischwasser. Hier gibt es derzeit einen Fehlbetrag von 2402 Euro, der ohne Eingreifen jährlich weiter wachsen würde. Da mit einem ausgeglichenen Haushalt kalkuliert werden muss, entschloss sich die Gemeindevertretung zu einer „moderaten Lösung, mit der jeder Verbraucher leben kann“, wie Schmidt befand: Ab Januar 2013 steigt die Grundgebühr je abgeschlossener Wohnung um drei Euro auf dann 57 Euro im Jahr.
Für wenig Geld Gutes zu schaffen, ist Ziel des Beschlusses, Personalkosten für die Mittagsverpflegung in der Kindertagesstätte anteilig zu übernehmen. Nachdem die Gemeinde Nübel bereits zugestimmt hatte, sich diese etwa 1200 Euro im Jahr mit Neuberend zu teilen, kommt dabei durch Stundenumverteilung heraus, dass es wieder jede Woche Sport für die Kleinen geben kann.
Breiten Raum nahm das Thema „Fernwärme“ ein: Bürgermeister Hans-Helmut Guthardt bezeichnete sie als die günstigste Form der Energiegewinnung, die es derzeit gebe. Man brauche keinen Heizkessel, keinen Öltank und keinen Schornstein. Wer heute noch eine Ölheizung einbaue, wo doch schon ein Literpreis von 1,50 Euro absehbar sei, der habe selber Schuld. In Neuberend brauche das niemand zwischen Mittelreihe und Gastwirtschaft, im Schulweg sowie im Gebiet des Bebauungsplanes 4. Dort würden die Leitungen schon liegen. Ein Hausanschluss koste 3173 Euro inklusive Übergabestation und 20 Meter Anschlusslänge, jeder weitere Meter werde mit 112 Euro berechnet. Damit heize man umweltfreundlich, wirtschaftlich, preisstabil und sicher.Doch das sei noch nicht im Bewusstsein aller Bürger angekommen, denn nur 30 Prozent derer, die es könnten, hätten tatsächlich angeschlossen. Dieser geringe Beteiligungsgrad führe zu unnötigen Wärmeverlusten in den Leitungen. Die Preisgestaltung könnte bei mehr Auslastung noch besser sein. Mit gezielter Aufklärung will sich der Gemeinderat dieses Themas annehmen.
Autor: stz, 07.04.2012 
Quelle: www.shz.de