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27.02.2012

Fahrbücherei bleibt – aber wohin mit der Jugendwehr?

Stolk

 

Angesichts steigender Kosten für die Fahrbücherei könne man zur weiteren Mitgliedschaft rechnerisch nur „nein“ sagen, hieß es in der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Doch stimmungsmäßig bleibe man „bei der Bevölkerung“, bis eine Schmerzgrenze erreicht sei. Schließlich behielten im Meinungsbild diejenigen die Oberhand, die den Wert von Büchern trotz Internets nicht gefährdet sahen: Der Bücherbus kommt daher bis zum Sommer nächsten Jahres weiterhin nach Stolk; aber rechtzeitig vorher werde man die Entleihzahlen erneut „unter die Lupe nehmen“, kündigten die Gemeindevertreter an.
Einen detaillierten Blick hatte auch der Finanzausschuss getan, und zwar auf die Jahresrechnung 2011, die Vorsitzender Friedrich Karde erläuterte: Durch Einsparungen und steuerliche Mehreinnahmen habe der Verwaltungshaushalt 60 000 Euro zusätzlich eingenommen. So habe man das strukturelle Defizit auf Null heruntergefahren. Die Pflichtzuweisung zum Vermögenshaushalt betrage rund 43 000 Euro, und die lange Liste seiner einstimmig abgesegneten Zahlen endete mit dem zur Verfügung stehenden freien Finanzspielraum von 3797 Euro.
Letztlich um Geld ging es auch beim Dauerbrenner „Unterbringung der Bezirksjugendfeuerwehr“. Denn um die hohen Kosten einer eigenen Unterkunft zu umgehen, hatten die Stolker ihr Vereinshaus „Paleg“ mittwochs zur Nutzung angeboten. Dieser Vorstoß hatte jedoch eine öffentlich ausgetragene Entrüstung zur Folge gehabt, die erst kürzlich beendet worden war durch das Eingeständnis der Amtswehrführung, dass wohl alles ein Missverständnis gewesen sei. Tags darauf habe allerdings ein Zeitungsartikel offenbart, dass die Feuerwehrführung des Amtes erneut vor großer Runde „in die alte Kerbe gehauen“ habe.
Sehr erstaunt zeigte sich der Gemeinderat über die unnötig negativen Diskussionen; sie seien dadurch entstanden, „dass unser Angebot von vornherein nicht gewollt war und einfach ignoriert wurde“. Nun sollte in der jüngsten Ratssitzung erstmals die Sachebene dominieren, auf der man dem Amtswehrführer für seinen Vortrag Beifall zollen würde, wie Hans-Werner Staritz meinte. Doch dazu kam es nicht: Von der Amtswehrführung erschien niemand zur Ratssitzung. Die Einladung sei bei ihm nicht angekommen, entschuldigte sich anderntags Amtswehrführer Klaus Uck.Doch auch ohne ihn war das Stimmungsbild im Gemeinderat eindeutig: Es habe überhaupt keinen Sinn mehr, der Bezirksjugendwehr das Vereinshaus anzubieten; einen Eigentumsanteil in Böklund werde man allerdings auch nicht finanzieren. Allenfalls beteilige man sich mit einer Miete an den Kosten, aber vor einem Beschluss müssten seitens der Feuerwehr erst einmal konkrete Summen „auf den Tisch“.
Autor: sn, 27.02.2012 
Quelle: www.shz.de