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16.01.2012

Bundeswehrgelände sollzum „Solarzentrum“ werden

Unternehmer Norbert Essing will im Idstedter „Karrenberg“ bis zu sieben Millionen Euro investieren
IDSTEDT

 

Lange herrschte im Dorf Rätselraten über den neuen Eigentümer des früheren Bundeswehrgeländes „Karrenberg“. Jetzt hat er sich und seine Pläne persönlich in der Gemeindevertretung vorgestellt.
Der Mann heißt Norbert Essing, wohnt auf Gut Roest bei Kappeln, besitzt Unternehmen in München sowie bei Osnabrück und will das 13,1 Hektar große Gelände „unter Berücksichtigung der Umweltsituation zwischen Wäldern und Seen“ zu einem „Solarzentrum“ entwickeln. Dazu sollen auf allen Hallendächern Solaranlagen installiert werden, und auch auf Freiflächen seien solche konzeptionell möglich.
Hierfür ist laut Essing allerdings eine Nutzungsänderung für die Hallen baurechtlich wichtig. Boote, Wohnwagen, Materialien des Katastrophenschutzes könnten dort lagern, war seine Idee – jedenfalls etwas ohne ständigen Umschlag, so dass weniger Verkehr zu erwarten sei als zu Bundeswehrzeiten.
Im Eingangsbereich stellt der Eigentümer sich ein Infozentrum über alle möglichen regenerativen Energien vor, „damit Interessierte nicht nur einmal im Jahr von der Fülle einer Husum-Messe erschlagen werden“. Dazu werde noch eine Art „Hausmeister“ benötigt.
Insgesamt plant Norbert Essing mit einem Investitionsvolumen zwischen 6,5 und sieben Millionen Euro. Das Projekt wolle er möglichst mit Unternehmen aus der Region umsetzen. Essing möchte mit dem Bau so schnell wie möglich beginnen. Ideal findet er einen Beginn im Mai, weil die Bundesregierung derzeit massiv an einer Förderkürzung um 50 Prozent arbeite.
Der neue Eigentümer appellierte an die Idstedter, Beschädigungen am Zaun oder andere Akte des Vandalismus zügig zu melden. Denn ihm sei daran gelegen, dass die Anlage nach außen hin einen ordentlichen Eindruck mache. Der Bürgermeister habe nicht nur einen Generalschlüssel, sondern auch einen „kurzen Draht“ zu ihm, so dass schnell für Nachbesserung gesorgt werden könne.Bürgermeister Edgar Petersen stellte in dem Zusammenhang fest, dass die Planungshoheit bei der Gemeinde bleibe. In mehreren Sitzungen sei mit der Naturschutzbehörde und dem Ministerium der Ablauf abgesprochen worden. „Da geschieht nichts, was nicht genehmigt ist“ – mit diesen Worten bezog er sich auf die Baumfällungen der letzten Woche, die im Dorf zu Irritationen geführt hatten. Das sei mit der Forstbehörde abgestimmt: Von der Waldseite habe sich der Bewuchs unkontrolliert ausgebreitet.
Autor: stz, 16.01.2012 
Quelle: www.shz.de