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06.12.2011

Einnahmen sprudeln: Böklund investiert

Eine neue Halle für den Bauhof, die Sanierung der Straße Westend und die Instandsetzung von Klassenräumen stehen auf Böklunds Investitionsprogramm
Böklund

 

Bürgermeister Johannes Petersen zeigte sich auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung für dieses Jahr mit der finanziellen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Gemeinde Böklund zufrieden. „2011 war ein gutes Jahr, weil gute Entscheidungen getroffen und umgesetzt wurden“, sagte er im Hinblick auf die Sanierung von Straßen, des Krippenhauses, der Erweiterung des Amtshauses und der Neugestaltung von dessen Anlage.
Auch für die Zukunft sehe er eher helles Licht als düstere Wolken, so Petersen. Denn Böklunds Haupteinnahmequelle – die Böklunder Wurstfabrik – habe ihre Produktionskapazität ausgeweitet und verfolge bei einem auch im kommenden Jahr gleich bleibenden Gewerbesteuersatz von 260 Prozent noch weitere Investitionsabsichten.
Angesichts einer gut gefüllten Rücklage sowie erwarteter Gewerbesteuereinnahmen von 1,1 Millionen Euro und anderer Steuern in Höhe von etwa 630 000 Euro hat Böklund auch für 2012 ein ehrgeiziges Investitionsprogramm aufgelegt: Größter Posten ist mit 881 000 Euro die Sanierung der Straße Westend mit allen Zu- und Entsorgungsleitungen sowie der Straßenbeleuchtung. 150 000 Euro sind für die Sanierung von Klassenräumen in der Auenwaldschule vorgesehen. Der Bauhof erhält für die Errichtung einer Halle 107 000 Euro. Spielplätze und Jugendhaus sind mit 21 000 Euro im Haushalt angesetzt. Und die Planung von Gewerbeflächen erfordert 20 000 Euro. Insgesamt sind 1,2 Millionen Euro im 2,1 Millionen Euro umfassenden Vermögenshaushalt für Investitionen vorgesehen. Um einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen, müssen 859 000 Euro aus der allgemeinen und 850 000 Euro aus der Finanzausgleichsrücklage entnommen werden. Diese Rücklagen haben deshalb am Jahresende 2012 einen erwarteten Bestand von 630 000 respektive 600 000 Euro.
„Aber man kann sehen, wo das Geld bleibt“, begründete Petersen den Haushalt 2012, der im Verwaltungsteil mit 3,1 Millionen Euro um etwa 700 000 Euro höher ausfällt als im Vorjahr.Im Gegensatz zu anderen Ämtern und Gemeinden wird der Haushalt noch immer kameralistisch und nicht nach den Regeln der Doppik aufgestellt. Heiko Albert, der Leitende Verwaltungsbeamte des Amtes, kündigte diese Umstellung auch erst für 2014 an. „Die Umstellung der Haushaltsführung erfordert nicht einfach ein anderes Rechenprogramm, sondern auch ein komplettes Umdenken in den Köpfen der beteiligten Kommunalpolitiker“, resümierte Albert. Bestimmte Fragestellungen seien dann nicht mehr so einfach zu beantworten wie vorher. Deshalb wolle man sich diesem Thema vorsichtig nähern.
Autor: ql, 06.12.2011 
Quelle: www.shz.de