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19.10.2011

Stolk will unbedingt Windkraftanlagen

Gemeinderat legt Einspruch gegen Regionalplan ein
Stolk

 

Mit fröhlichen Gesichtern begann die Sitzung der Gemeindevertretung Stolk im „Goldenen Stern“: Zunächst überreichte Simone Röh 112 Euro an Bürgermeister Heiner Paulsen. Das Geld hatte sie beim Kinderschminken des Drachenfestes eingenommen. Nun soll es für den Spielplatz am „Paleg“ ausgegeben werden.
Dann verkündete der Bürgermeister, dass zum Führen des Feuerwehrfahrzeuges kein Führerschein der Klasse C mehr nötig sei, Kai Börensen dankte den Landwirten, die Grandwege ausgebessert hätten, und Elfriede Wegner erfreute mit der Neuberechnung der Schulverbandsumlage, bei der Stolk etwa 11 000 Euro günstiger wegkomme.
Auch Rainer Haulsen von den Motorsportfreunden Idstedt hatte gut lachen: Eine halbe Stunde vor Sitzungsbeginn hatte er bei Bürgermeister Paulsen angefragt, ob man über die „ADAC Wikinger Rallye“ am 24. März kommenden Jahres reden könne, denn die Gemeinde Sieverstedt habe soeben abgesagt. Nur eine Stunde später war alles in „trockenen Tüchern“: Eine Wertungsprüfung darf in Stolk stattfinden.
Danach war allerdings „Schluss mit lustig“: Einstimmig legte der Gemeinderat Einspruch ein gegen die Teilfortschreibung des Regionalplans, in dem Eignungsflächen für Windenergieanlagen in Stolk abgelehnt worden waren. Stattdessen hält die Gemeinde an der bisherigen Planung fest, dass eine große Fläche im Verbund mit Klappholz doch als geeignet eingestuft wird.Des Weiteren beschlossen die Ratsmitglieder Gebühren für alle, die vorsätzlich oder im Zusammenhang mit einem Kraftfahrzeug einen Feuerwehreinsatz erforderlich machen. Und man reagierte unmissverständlich auf den bisherigen Diskussionsstand zur Unterbringung der Bezirksjugendfeuerwehr: Die Betreuer hätten allen betroffenen Bürgermeistern gedroht zurückzutreten, wenn sie keine eigenen Container als Anbau an die Sporthalle der Auenwaldschule bekämen. Und der stellvertretende Amtswehrführer habe in einem Leserbrief den Stolkern vorgeworfen, sie würden junge Menschen in einen dunklen Kellerraum ohne jedes Tageslicht stecken wollen. Das sei empörend und widerspreche dem tatsächlichen Angebot. Der seit 18 Jahren als Jugendraum genutzte Keller sei zur Aufbewahrung von Uniformen und Ausrüstungen vorgeschlagen. Oben sei ein heller Raum für 60 Personen und außen ein riesiges Freigelände. Die Bezirkswehr möge erklären, warum man am Ende eines Dienstes nicht aufräumen könne und deshalb unbedingt ein eigenes Domizil brauche. Auf jeden Fall solle man zur sachlichen Auseinandersetzung zurückkehren. Bei diesem Stand der Verhandlungen bleibe Stolk beim Angebot, das „Paleg“ zu nutzen, und trage keine Alternative finanziell mit.
Autor: stz, 19.10.2011 
Quelle: www.shz.de