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30.09.2011

Gemeinde Havetoft fordert Eignungsflächen für Windenergie

Havetoft

 

Die Gemeinde Havetoft hatte zwei Flächen angemeldet, auf denen Windräder stehen könnten. In der aktuellen Teilfortschreibung der Regionalpläne sind diese vom Land jedoch nicht als Eignungsflächen anerkannt worden. Bürgermeister Peter Hermann Petersen vermutete in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung als Begründung, dass ein Zusammenhang zum Biotopverbundsystem „Treene-Einzugsgebiet“ bestehen könnte. Außerdem sei nach dem Absprung von Havetoftloit die verbleibende Restfläche in Hostrupholz mit nur zehn Hektar zu klein.
Nun war die Gemeinde aufgefordert, zu dieser Landesplanung Stellung zu beziehen. Das rief Heinrich Reimer auf den Plan: Ein kleiner Zulauf zum Oberlauf der Bollingstedter Au habe mit der Treene nichts zu tun. Des Weiteren könne bereits 2012 eine vielleicht neue Landesregierung andere Schwerpunkte setzen, weshalb man „einen Fuß in der Tür behalten“ müsse.
Er sah Windräder als einzige Einnahmequelle für Havetoft, wenngleich Bruno Heller, in der Amtsverwaltung Südangeln zuständig für Finanzen und Bauprojekte, anmerkte, dass Unternehmer auch so taktieren könnten, dass die Gewerbesteuer für Windräder nicht automatisch an die Standortgemeinde fallen müsse. Horst-Dieter Andresen konnte nicht nachvollziehen, warum in der Havetofter Gemarkung schon sechs Windräder stehen dürfen, neue aber nicht. Man habe den Antrag auf Ausweisung von Eignungsflächen gestellt, weshalb man das nun nicht mit einer Zustimmung zum Regionalplan abbrechen dürfe. Dieser Auffassung schlossen sich neun Gemeindevertreter an.
Eine Planänderung beschloss der Gemeinderat auch hinsichtlich der Genehmigung der ADAC-Wikinger-Rallye am 24. März 2012. Die Zustimmung erfolgte mit der Einschränkung, dass die Prüfung „Sorgenfrei“ nicht durch Hostrupholz führen dürfe. Stattdessen müsse der Veranstalter, wie er selbst anbot, auf die Strecke Richtung Torsballig/Bistoft ausweichen.Schließlich ging es noch um die Montage einer Photovoltaikanlage auf der Turnhalle und dem Kindergarten. Das würde netto 76 000 Euro kosten, aber die Sanierung des Turnhallendaches für 60 000 Euro erforderlich machen. Rechne man die Einnahmen aus der Stromerzeugung dagegen, finanziere man die Maßnahme bei sinkenden Heizkosten für 2800 Euro jährlich. Wenn der Haushalt aufgestellt sei und die Kommunalaufsicht das genehmige, will man die Arbeiten in Auftrag geben.
Autor: stz, 30.09.2011 
Quelle: www.shz.de