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08.09.2011

Amtshaus bietet alles unter einem Dach

Nach einer Rundumsanierung wurde gestern die künftige Schaltzentrale des Amtes Südangeln in Böklund eingeweiht
Böklund 

Die Gästeliste zur Einweihung des neuen Amtshauses des Amtes Südangeln reichte vom Gemeindevertreter bis zum Staatssekretär. „Nach fast 18-monatiger Bauzeit ist es uns gelungen, ein modernes Dienstleistungszentrum zu bauen, das sich sehen lassen kann und lange Bestand haben wird“, sagte Südangelns Amtsvorsteher Hans-Werner Berlau. Er dankte allen Beteiligten, insbesondere der Gemeinde Böklund, die das Grundstück zur Erweiterung zur Verfügung gestellt und die Außenanlagen sowie Parkplätze angepasst hat. Außerdem dankte er dem Zufall, der dem Amt niedrige Zinsen und ein Konjunkturpaket II beschert hatte.
Staatssekretär Volker Dornquast wurde bei Zahlen konkret: „Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf 2,88 Millionen, von denen 1,2 Millionen förderungsfähig sind“, rechnete er den Gästen vor. Davon habe der Bund 75 Prozent übernommen, das seien 901 000 Euro. Die Eigenmittel des Amtes beliefen sich aber insgesamt noch auf die stolze Summe von knapp zwei Millionen Euro. Landeszuschüsse habe es keine gegeben. „Das ist das Opfer, das man bringen muss, wenn es einem nicht schlecht genug geht“, meinte der Staatssekretär schmunzelnd. Mit den baulichen Veränderungen seien jetzt die energetische Sanierung und gleichzeitig die Barrierefreiheit des Gebäudes hergestellt. Außerdem seien in dem Neubau neben der Amtsverwaltung und der Polizei auch der Wasserbeschaffungsverband, der Schulverband, die Verwaltung der Aktivregion und eine Postagentur untergebracht.
Landrat Bogislav-Tessen von Gerlach hob die besondere Rolle des Amtes Südangeln hervor, das als erstes Amt im Kreis den Fusionsprozess abgeschlossen hatte und jetzt mit dem neuen Amtshaus auch in eine neue Ära einsteige. „Ich glaube, dass in diesem kompakten Verwaltungsgebäude nicht nur von innen heraus gute Arbeit geleistet wird, sondern dass es auch von außen als Dienstleister angesteuert wird.“ Als Geschenk überreichte er eine Fahne des Kreises Schleswig Flensburg.
„Wir verstehen uns als Partner der kommunalen Verwaltung und versprechen uns viele Synergie-Effekte aus der unmittelbaren Zusammenarbeit unter einem Dach“, sagte der leitende Polizeidirektor Johannes Hübner. Für den Bürger seien dadurch wichtige staatliche Dienstleistungen an zentraler Stelle erreichbar.
Heiko Albert, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Südangeln, machte klar, dass im Sinne einer effizienten Arbeit das Ziel schon immer deutlich gewesen sei: Eine Verwaltung in einem Gebäude. Die Entscheidungsträger aktiver Gemeinden bräuchten innerhalb eines Amtes einen Ort für Kommunikation und Meinungsaustausch über Gemeindegrenzen hinweg. „Keine Informationstechnik und keine Beschlussvorlage ersetzen das persönliche Gespräch“, stellte er fest und lobte zugleich das Engagement der kommunalen Vertreter: „In der heutigen Zeit die Entscheidung für den Bau eines Verwaltungsgebäudes zu treffen und gegenüber der Öffentlichkeit zu vertreten, ist eine mutige Entscheidung.“
Auch die SPD-Landtagsabgeordnete Birte Pauls lobte die Entscheidungsträger: „Der Weg von der Planung bis zur Fertigstellung des Hauses ist Ausdruck der lebendigen und guten Zusammenarbeit der verschiedenen Verantwortlichen im Amt Südangeln.“
„Mit diesem Dienstleistungszentrum sind wir in Südangeln wirklich gut aufgestellt“, sagte ihre CDU-Kollegin Heike Franzen. Und SSW-Landtagsabgeordneter Flemming Meyer ergänzte: „Hier wurde eine Verwaltung geschaffen, die bürgernah und freundlich ist.“
Heike Witt, die als Vorsteherin des benachbarten Amtes Süderbrarup für alle angrenzenden Ämter sprach, gab zu, dass man im ersten Moment schon neidisch auf den märchenhaften Fördersegen gewesen sei, der über das Amt Südangeln niedergegangen sei. Aber es besänftige ungemein, dass mit all dem guten Geld auch Gutes getan werde. „Möge dies ein Ort sein, an dem Beratungen zu klugen Entscheidungen, Verhandlungen zu tragfähigen Übereinkommen und Zusammenkünfte zu Verständigung und Vernetzung führen“, waren ihre Segenswünsche.Schleswig Bürgermeister Thorsten Dahl verglich das neue lichtdurchflutete und energetisch sanierte Amtshaus mit seinem denkmalgeschützten Rathaus. Und er gab zu, ebenfalls etwas neidisch zu sein. „So hätten wir es auch gerne“, meinte er zum Abschluss.
Autor: ql, 08.09.2011 
Quelle: www.shz.de