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19.07.2011

Gemeinde Süderfahrenstedt finanziert ihren Feuerwehrleuten den Führerschein

Süderfahrenstedt

 

Nach 48 Jahren ist Schluss mit dem Wochenendhaus-Gebiet am Langsee: Der Gemeinderat von Süderfahrenstedt hob den Bebauungsplan auf, nachdem alle Stellungnahmen von Behörden, Landesplanung und Umweltprüfung gesichtet worden waren. Dieses Verfahren war schon vor drei Jahren gestartet worden, musste aber nach anwaltlicher Beratung ausgesetzt werden. Inzwischen war sogar ein gerichtliches Verfahren anhängig mit dem Ergebnis, dass zwar der Plan rechtmäßig, gleichwohl eine Bebauung südwestlich des Ortskerns aber nicht zulässig sei.
Der Leitende Verwaltungsbeamte Heiko Albert zerstreute die Bedenken einiger Mandatsträger vor privaten Regressansprüchen: Vorher habe niemand bauen dürfen, jetzt auch nicht – also gebe es für keinen eine Verschlechterung. Damit wurde der Bebauungsplan aus dem Jahr 1963 einstimmig zu einer Episode der Geschichte erklärt.
Auch die Bezuschussung von Investitionen am dänischen Kindergarten in Mohrkirch ist vom Tisch: Finanzausschuss-Vorsitzender Johannes Jessen hätte lieber über einen Pro-Kopf-Anteil befunden als über den vom Amt Süderbrarup vorgeschlagenen Zuschussbetrag. Also entschied die Vertretung, gar nichts zu zahlen.
Kein Geld aus Süderfahrenstedt gibt es auch für die teure Containerlösung zur Unterbringung der Bezirksjugendfeuerwehr. Das Stolker Angebot zur Nutzung des dortigen Vereinsheimes sei akzeptabel und für alle Kommunen die erschwinglichste Lösung. „Entweder das – oder nichts“, so der Tenor.
Geld wurde hingegen bewilligt für die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde: Für 50 Cent pro Einwohner sowie 25 Cent ab dem zweiten Jahr springt Süderfahrenstedt nachträglich auf den Zug des Kreisfeuerwehrverbandes auf: Alle drei Jahre wird so ein Führerschein der Klasse C finanziert. Das sichert langfristig die Einsatzbereitschaft des 7,49 Tonnen schweren Tankfahrzeugs trotz altersbedingten Ausscheidens der alten Klasse-3-Inhaber.
Das sei die kostengünstigste Lösung für die Gemeinde, ihrer Verpflichtung zur Unterhaltung einer funktionierenden Helfermannschaft nachzukommen, meinte Heiko Albert hierzu. Und Wehrführer Jürgen Paulsen ergänzte: „Den Führerschein C nur für eine Prüfungsgebühr bei uns machen zu können, ist für junge Leute vielleicht eine Motivation, in unserer Feuerwehr aktiv mitzumachen.“
Autor: stz, 19.07.2011 
Quelle: www.shz.de