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08.07.2011

Traditionsgasthaus wird abgerissen

Goltoft verliert endgültig seine Versammlungsstätte / Bedarf für neues Dorfhaus soll auf dieser Basis geplant werden
Goltoft 

Die Gemeinde Goltoft muss von einem ihrer Wahrzeichen Abschied nehmen. Das Gasthaus „Zur Doppeleiche“ wird abgerissen. Für die Gemeinde stellt sich damit die Frage nach einem neuen zentralen Versammlungsort.
Unter Ausschluss der Öffentlichkeit unterrichtete Bürgermeister Hans-Joachim Thomsen seine Gemeindevertretung über die Absichten des Besitzers der „Doppeleiche“. Er hatte die traditionsreiche Gastwirtschaft im vergangenen Jahr gekauft und mit dem Gedanken gespielt, sie wiederzueröffnen. Nun habe er mitgeteilt, dass das Gebäude in seiner jetzigen Form keinen Bestand haben werde. Ein Abriss solle noch in diesem Jahr erfolgen. Zwar sei ein nicht näher genanntes neues Projekt geplant, das sich aber erst in zwei oder drei Jahren realisieren ließe.
Damit stirbt auch die Hoffnung der Gemeinde, in naher Zukunft wieder über einen zentralen Versammlungsort verfügen zu können und zwingt sie dazu, sich intensiv mit diesem Thema auseinanderzusetzen. „Wir wollen gemeinsam mit der Feuerwehr, der Gemeindevertretung und den Ausschüssen sowie allen Interessierten in der Gemeinde den genauen Bedarf und die Anforderungen feststellen und auf dieser Grundlage in konkrete Planungen einsteigen“, erklärte Thomsen. Man wolle sich andere Gemeindehäuser ansehen, um Anregungen zu sammeln. Wenn der Bedarf ermittelt sei, würden die weiteren Schritte unter Einbindung von Architekten erfolgen, so Thomsen.
Die Gemeindevertretung beschloss, dem Förderverein „Plattdüütsch Zentrum Leck“ beizutreten. „Die Darstellungen der Zentrumsvertreter bei unserer Amtsausschusssitzung waren so überzeugend und, verbunden mit Untersuchungen, dass die plattdeutsche Sprache vom Aussterben bedroht ist, erschreckend, dass wir zumindest über diesen Weg einen kleinen Beitrag leisten wollen“, erläuterte Thomsen die Entscheidung.Weiteres in Kürze: Die Jahresrechnung 2010 wurde genehmigt. Der Sollüberschuss von 13 058 Euro wird der allgemeinen Rücklage zugeführt. Die Gemeinde stimmt der organisatorischen Verbindung der Grundschulen an den Standorten Neuberend/Nübel, Schaalby und Tolk unter der gemeinsamen Leitung von Johannes Lucas zu. Die Abwasserbeseitigung aus Hauskläranlagen wird an die Stadt Schleswig übertragen.
Autor: ql, 08.07.2011 
Quelle: www.shz.de