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04.01.2011

Wasserverband übernimmt Versorgung

WBV Südangeln seit Jahreswechsel verantwortlich für die Belieferung von rund 460 Haushalten in Böklund / Leitungsnetz gehört der Gemeinde
Böklund 

Am ersten Arbeitstag des neuen Jahres waren die Mitarbeiter des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) Südangeln damit beschäftigt, die Zählerstände an den Übergabeschächten Schulstraße, Pöttacker und Böklundfeld abzulesen sowie eine Bestandsaufnahme aller Wasserzähler, Absperrventile, Hinweisschilder und Hydranten vorzunehmen. Diese Arbeiten waren für eine korrekte Abrechnung nötig, denn seit dem 1. Januar ist der WBV Südangeln, der bisher sein Wasser an eine Genossenschaft in Böklund verkauft hat, mit der Betreuung der Frischwasser-Versorgungsanlagen für etwa 460 Hausanschlüsse in der Gemeinde zuständig.
Diese Änderung geht zurück auf eine Sitzung der Gemeindevertretung vor drei Wochen, in der die Anschluss- und Gebührensatzung verabschiedet wurden. Beide bilden ab sofort die rechtliche Grundlage der Wasserversorgung als öffentliche Einrichtung der Kommune, und sie regeln die gegenseitigen Rechte und Pflichten zwischen der Gemeinde und den Verbrauchern.
Diese Ratssitzung wiederum war die Folge einer Mitgliederversammlung der dorfinternen Wassergenossenschaft, die seinerzeit mit großer Mehrheit für ihre Auflösung gestimmt hatte. Damit wurde der Weg dafür bereitet, dass seit letztem Wochenende die Gemeinde zivilrechtliche Besitzerin des öffentlichen Wasserleitungsnetzes ist.
Für die kooperative Haltung der früheren „Wasserwerk e.G. Böklund“ beim Wechsel der Verantwortung für den Netzbetrieb bedankte sich Bürgermeister Johannes Petersen in einem Rundschreiben an alle Haushalte.
Mit dieser Entscheidung sind aber nicht alle im Vorstand der Genossenschaft einverstanden. Die Genossenschaft konnte bislang noch nicht aufgelöst werden, weil zuvor noch Vermögensverhältnisse zu klären sind: In über drei Jahrzehnten sind Rücklagen zur Erneuerung des Leitungssystems angespart worden. Das Geld sollte jetzt an die Gemeinde gehen, meint der Bürgermeister. Würde es nämlich ausgezahlt, kämen davon wegen Kapitalsteuern, Soli-Beitrag und anderer Abgaben nicht einmal drei Viertel bei den Kunden an.
Doch um all das müsse sich jetzt der WBV kümmern, der demnächst auch die Gebührenbescheide verschicken wird. Die Preise legen die Gemeinden selber fest. Die Jahresgebühr für den Wasseranschluss eines Grundstücks in Böklund steigt auf 90 Euro, für jede weitere Wohnung auf dem Grundstück kommen 45 Euro hinzu; wasserintensive Betriebe zahlen jährlich 180 Euro, die Verbrauchsgebühr indes wird gesenkt und beträgt nun 52 Cent je Kubikmeter Wasser. Diesen Gebühren ist allerdings noch der zurzeit gültige Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent hinzuzurechnen.Für weitere Fragen steht Sachbearbeiter Uwe Börensen in der Amtsverwaltung zur Verfügung, und in allen technischen Angelegenheiten sind die Mitarbeiter des Wasserwerks in Süderfahrenstedt unter der Telefonnummer 04623 / 14 66 – in Notfällen rund um die Uhr – erreichbar.
Autor: stz, 04.01.2011 
Quelle: www.shz.de