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16.12.2010

Ab 1. Januar beginnt in Böklund eine neue Wasser-Ära

Böklund

 

Die Querelen um die Wasserversorgung Böklunds sind beendet. In ihrer jüngsten Sitzung beschloss die Gemeindevertretung, mit Wirkung zum 1. Januar 2011 „die öffentliche Wasserversorgung sowie Errichtung, Erhaltung und Betrieb der Anlagen, die der Versorgung mit Trink- oder Brauchwasser dienen, als öffentliche Aufgabe in eigener Verantwortung“ zu übernehmen. „Mit diesem Beschluss wollen wir offiziell einen Startpunkt für die öffentliche Wasserversorgung setzen“, erklärte Bürgermeister Johannes Petersen. In Gesprächen mit Otto-Friedrich Carstens, dem Vorsitzenden des bisherigen Versorgers, der Wasserwerk e.G. Böklund, habe sich dieser bereit erklärt, an der Übergabe aktiv mitzuarbeiten. Er werde sein Wissen sowie seine Erfahrung für diesen Vorgang zur Verfügung stellen, so Petersen. Zum Jahreswechsel würden die Wasseruhren noch einmal von der Genossenschaft abgelesen. Danach werde die gesamte Wasserversorgung Böklunds – das gilt auch für die Ortsteile Katbek und Noderfahrenstedt – von der öffentlichen Hand übernommen.
Eine Anschlusssatzung, die ebenfalls einstimmig beschlossen wurde, regelt unter anderem die Lieferungsverpflichtung, das Begehungsrecht auf Grundstücken, Haftungsfragen, Benachrichtigung bei Ausfall, Ausnahmen vom Anschlusszwang und Rechtsmittel. Mittelfristig soll auch der Druck im Leitungsnetz erhöht werden. Dazu müssen aber noch einige Hauptleitungen ausgewechselt werden. Bei der Wasserablesung wird geprüft, ob an den Hausanschlüssen Druckminderer vorhanden sind, die bei einer Druckerhöhung notwendig sind.
Lediglich bei der Gebührensatzung gab es eine Diskussion, und ein Mandatsträger stimmte gegen den Beschluss, der einen Verbrauchspreis von 52 Cent pro Kubikmeter für alle Anschlussnehmer vorsieht. Dazu kommt eine Grundgebühr, die für den normalen Anschluss 90 Euro und für einen wasserintensiven Betrieb 180 Euro jährlich beträgt. In Mehrfamilienhäusern wird nach dem Anschlussbetrag eine Grundgebühr von 45 Euro für jede weitere Wohnung fällig. Auf alle Beträge wird die geltende Mehrwertsteuer erhoben.Bürgermeister Petersen legte Wert darauf, dass die Gebührenerhöhung nicht durch die Übernahme der Wasserversorgung verursacht wird. Grund sei die Anhebung der Preise durch den Wasserbeschaffungsverband Südangeln.
Autor: ql, 16.12.2010 
Quelle: www.shz.de